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  • 29.07.2015, 16:53 Uhr
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Onlineshopping

Verbraucherverhalten: Knapp die Hälfte deutscher Mobile-Nutzer kauft Lebensmittel online

Lebensmittel über das Web einzukaufen, gehört für viele online- und mobileaffine Menschen bereits zu Alltag. Die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter Konsumenten in Deutschland, UK und den USA beleuchten das Verbraucherverhalten, die Zufriedenheitswerte und den derzeitigen Status quo beim Onlinekauf von Lebensmitteln.

Die weltweite Plattform für Umfragen und Marktforschungserkenntnisse Instantly hat die Konsumentenbefragung zum Thema Onlineshopping von Lebensmitteln über Online- als auch Mobile-Panels durchgeführt und die Ergebnisse veröffentlicht. Nach eigenen Angaben sind im Zeitraum vom 1. bis zum 5. Mai 2015 unter vergleichbaren Bedingungen hinsichtlich der demographischen Kriterien, des Geschlechts sowie des Alters insgesamt fast 4.000 Personen über 18 Jahre in Deutschland, Großbritannien und den USA befragt worden.

Online-Lebensmittelkauf in Deutschland

Die Befragten des Mobile-Panels waren laut den Marktforschern wesentlich jünger als die Befragten des Online-Panels: 74 Prozent der Mobile-Teilnehmer waren zwischen 18 und 25 Jahren alt, wohingegen nur 32 Prozent der Online-Teilnehmer aus der gleichen Altersgruppe stammten. Im Unterschied zu den Online-Teilnehmern (37 Prozent) hätten die per mobilen Geräten Befragten mit 49 Prozent eine höhere Bereitschaft, Lebensmittel online zu bestellen. Der jüngeren und technologieaffineren Zielgruppe der Mobile-Teilnehmer lasse sich demnach eine stärkere Tendenz zum Onlinekauf von Lebensmitteln nachsagen, so die Marktforscher. Bei den Werten zur Zufriedenheit mit Preisen, dem verfügbaren Angebot und Lieferzeiten sowie beim Kaufverhalten ließen sich demnach dagegen kaum Unterschiede zwischen den Mobile- und Online-Teilnehmern feststellen.

Befragte, die dem Onlinekauf von Lebensmitteln eher skeptisch gegenüber stehen, tun dies der Umfrage zufolge meist aus dem Grund, dass sie die Ware vor dem Kauf lieber selbst begutachten möchten (71 Prozent) oder, weil sie das Einkauferlebnis in der realen Welt genießen (55 Prozent) und daher nicht darauf verzichten wollen.

Die Befürworter des Onlineshoppings begründen dies mit Zeitersparnis (61 Prozent), der Vermeidung von zusätzlichem Stress beim wöchentlichen Großeinkauf (50 Prozent). Als weitere Gründe für die Nutzung des Onlinekaufs von Lebensmitteln geben die Befragten an, die Einkäufe nicht selbst nach Hause tragen zu müssen (50 Prozent) oder online aus einer größeren Produktvielfalt (37 Prozent) auswählen zu können.

Deutsche Online-Besteller bevorzugen verpackte, konservierte Nahrungsmittel

Nach der Umfrage neigen Onlinekäufer von Lebensmitteln in Deutschland dazu, verpackte und konservierte Nahrungsmittel und Getränke (62 Prozent) frischen Produkten, wie Obst und Gemüse (33 Prozent), Fleisch, Fisch und Geflügel (33 Prozent) oder frischen Backwaren (37 Prozent) vorzuziehen. Gefrorene Produkte werden ebenfalls nur von 37 Prozent online bestellt.

Die Häufigkeit der Onlineeinkäufe teilt sich relativ gleichmäßig auf: 25 Prozent bestellen einmal in der Woche, 28 Prozent bestellen alle zwei Wochen und 22 Prozent der Befragten bestellen einmal im Monat. Zwei Drittel der Befragten ergänzen ihren Einkauf mit einer Onlinebestellung, wohingegen nur 16 Prozent ihren Wocheneinkauf komplett über das Internet abwickeln.

Hohe Zufriedenheit bei der Lieferung

Die Zufriedenheit mit den gelieferten Produkten ist laut den Umfrageergebnissen sehr hoch: 96 Prozent geben an, sehr oder eher zufrieden mit ihren online bestellten Lebensmitteln zu sein. Ähnliche Zufriedenheitswerte lassen sich bei den Lieferzeiten (zwei Stunden Zeitfenster) feststellen: 89 Prozent der Befragten geben an, sehr oder eher zufrieden mit den angebotenen Zeitfenstern zu sein.

Die Meinungen über die online gebotenen Preise für Lebensmittel sind jedoch gespalten. 29 Prozent der Teilnehmer halten die Preise im Internet für höher als im Laden, 21 Prozent geben an, dass die Online-Preise niedriger seien und 37 Prozent empfinden sie als gleich. Nur zehn Prozent der Käufer geben an, die Preise nicht miteinander zu vergleichen.

Die Gebühren, die bei der Lieferung online bestellter Lebensmittel berechnet werden, weisen relativ hohe Akzeptanzwerte auf. 72 Prozent der Umfrageteilnehmer sind mit den Liefergebühren ziemlich oder sogar sehr zufrieden.

US-Amerikaner bestellen seltener online, dafür eher frische Lebensmittel

Die US-Befragten haben deutlich weniger Interesse am Onlinkauf von Lebensmitteln. Nur neun Prozent der Online-Befragten und 19 Prozent der Mobile-Umfrageteilnehmer bestellen Lebensmittel bereits im Web. Im Vergleich zu Deutschland denken allerdings mehr Verbraucher darüber nach, dies in Zukunft zu ändern (online: 26 Prozent in den USA im Vergleich zu elf Prozent in Deutschland; mobile: 37 Prozent in den USA im Vergleich zu 15 Prozent in Deutschland). Sie machten die USA somit zu einem potenziellen Entwicklungsmarkt, so die Experten.

Die US-amerikanischen Teilnehmer tendieren jedoch im Vergleich zu den deutschen Konsumenten eher dazu, frische Produkte wie Obst, Gemüse, Fleisch, Molkereiprodukte und Backwaren online zu bestellen, während die deutschen Kunden vermehrt auf konservierte Nahrungsmittel zurückgreifen.

Konsumenten in UK

Das Onlinekaufverhalten in Deutschland und Großbritannien kann, im Hinblick auf die durchgeführte Feldstudie, als fast identisch betrachtet werden. Ebenso wie in der deutschen Umfrage gaben 37 Prozent der Online-Befragten in UK an, ihre Lebensmittel bereits online zu kaufen. Jedoch zeigen deutlich mehr Verbraucher in UK Interesse, künftig ihre Einkäufe online abzuwickeln (in UK 30 Prozent im Vergleich zu 11 Prozent der Befragten in Deutschland).

Die Teilnehmer der Mobile-Umfrage in UK stehen dem Thema Lebensmitteleinkauf im Internet jedoch deutlich aufgeschlossener gegenüber: 53 Prozent bestellen bereits Lebensmittel online (vgl. 49 Prozent in Deutschland) und 46 Prozent ziehen dies zukünftig in Betracht (vgl. 15 Prozent in Deutschland).

Ähnlich wie die Verbraucher in den USA sind die Umfrageteilnehmer in UK eher daran interessiert, online frische Produkte zu bestellen. Dies gilt ebenfalls für die Kaufgewohnheiten: Im Unterschied zu 16 Prozent der deutschen Befragten erledigen 68 Prozent der Online-Umfrageteilnehmer in UK den kompletten Einkauf lieber im Internet anstatt nur ergänzend Produkte hinzuzukaufen.

„Unsere Feldstudie verdeutlicht, wie Konsumenten weltweit das Onlineshopping von Lebensmitteln nutzen, um sich den Alltag einfacher zu gestalten“, erklärt Ben Leet, Managing Director Europe von Instantly. Der Vergleich der Umfrageergebnisse aus Deutschland, UK und den USA zeige aber auch einige signifikante Unterschiede im Verbraucherverhalten der Teilnehmer, die Marketingverantwortliche und Produktentwickler in den Unternehmen wahrnehmen und bei der Planung bzw. Umsetzung von Business- und Produktstrategien beachten sollten, so der Experte.

(Redaktion)


 


 

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