Sie sind hier: Startseite SaarLorLux Aktuell News
Weitere Artikel
Personalie

Lauer wird Präsident des Sparkassenverbandes

Nach sechsjähriger Amtszeit wurde der bisherige Präsident des Sparkassenverbandes, Franz Josef Schumann, verabschiedet. Im Rahmen des feierlichen Führungswechsels wurde Dr. Alfons Lauer als sein Nachfolger ins Amt eingeführt.

"In turbulenten Zeiten ist es Franz Josef Schumann gelungen, die Saar-Sparkassen auf einem erfolgreichen Kurs zu halten!", dankte die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer Schumann für sein erfolgreiches Wirken an der Spitze des saarländischen Sparkassenverbandes.

Für die saarländischen Sparkassen erklärte Landesobmann Hans-Werner Sander, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise die Amtszeit von Schumann geprägt habe - vor allem in den Gremien des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), aber auch vor Ort im Saarland.

Erfolgreiche Problembewältigung

Die Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe hätten sich an der Saar der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank ( EZB ) und einer Welle neuer Regulierungen stellen müssen. Die Probleme seien unter der Führung von Schumann erfolgreich bewältigt worden, und zwar mit einem klaren Blick und Gelassenheit. In kritischen Momenten habe Franz Josef Schumann die nötige Ruhe ausgestrahlt.

Zudem habe er, so Sander weiter, in seiner sechsjährigen Amtszeit, wichtige strukturelle Entscheidungen im saarländischen Sparkassenwesen umgesetzt. Etwa die Konsolidierung der Sparkassen-Rechenzentren, die im Jahr 2008 durch die Bildung der FinanzInformatik im Wesentlichen abgeschlossen werden konnte.

Heute profitiere die gesamte Organisation  von den Kostenersparnissen im IT-Bereich.

Der neue Präsident, Dr. Alfons Lauer, geht davon aus, dass seine Amtszeit ebenfalls beträchtliche Herausforderungen mit sich bringen werde. Dazu zählt er die gewaltige Regulierungswelle, die auf die Sparkassen zurolle.

Neue Herausforderungen

Auf Grund der anhaltenden Niedrigzinsphase, die vorhersehbar beträchtlichen Druck auf die Bilanzen der Institute ausüben werde, ergäben sich neue Herausforderungen für den Sparkassensektor.

Sinkende Jahresüberschüsse bei gleichzeitig höheren Thesaurierungsnotwendigkeiten würden in Zukunft ein striktes  Kostenmanagement  bei den Sparkassen erfordern. Die Prozesse im Betrieb und im Vertrieb  müssten weiter optimiert werden.

Die nähere wirtschaftliche Zukunft wird seitens der deutschen  Sparkassen positiv eingeschätzt, wie der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon, unterstrich.

Die deutsche Wirtschaft bleibe auch 2014 stark. Zwei Prozent Wachstum seien möglich - bei 1,5 Prozent Geldentwertung. Dabei werde die solide  Finanzierungsstruktur in Deutschland helfen, der Mittelstand könne sich auf die Sparkassenorganisation  verlassen.

Fahrenschon sieht aber auch Probleme. So orientiert sich beispielsweise die EU allein am Modell global agierender börsennotierter Aktienbanken. Wegen der negativen Folgen der anhaltenden Niedrigzinsphase - gerade für die Sparer - forderte der Sparkassenpräsident die EZB auf, 2014 die Zinswende einzuleiten.

Der scheidende Präsident Schumann prophezeite den saarländischen Sparkassen eine positive Zukunft, wenn sie auch weiterhin das täten, wofür sie schon vor 200 Jahren gegründet wurden: als kommunale Unternehmen die Bürgerinnen und Bürger in allen Finanzangelegenheiten zu betreuen und zu beraten und den Mittelstand mit Darlehen zu versorgen.

Gut geführte kleine Institute seien gerade in Krisenzeiten widerstandsfähiger als große Banken.

(Quelle: SV Saar)


 


 

Sparkassenverband
Saarland
Alfons Lauer
Franz Josef Schumann
Annegret Kramp-Karrenbauer
Georg Fahrenschon

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Sparkassenverband" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: