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Personalmarketing

7 Fragen an Alexander Wörner von VOIT

Alexander Wörner ist Personalleiter des gesamten VOIT-Unternehmensverbundes. Zu seinem Aufgabengebiet zählt insbesondere auch der Bereich Employer Branding. So ist er unter anderem für die Stärkung der Arbeitgebermarke des international agierenden Unternehmens mit Hauptsitz in St. Ingbert verantwortlich. Im business-on.de-Interview spricht er über den Fachkräftemangel, die Ausbildung des Führungsnachwuchses und Recruitingvideos.

business-on.de: Der Fachkräftemangel ist Dauerthema in den Medien. Wie macht er sich in Ihrer Branche im Allgemeinen und in Ihrem Unternehmen im Speziellen bemerkbar?

Alexander Wörner, VOIT: Die VOIT-Unternehmensgruppe ist diesbezüglich gut gerüstet, da wir bereits schon vor einigen Jahren unsere Fachkräftebedarf im Rahmen der Berufsausbildung stark erweitert haben. Nicht zuletzt aufgrund unseres guten Rufes und Erfolge in der Berufsausbildung gelingt es uns Jahr für Jahr, sehr gute Fachkräfte auszubilden und diese dann auch langfristig mit einer sehr guten Perspektive an das Unternehmen zu binden.

Ferner fördern wir darüber hinaus unseren Führungsnachwuchs breitgefächert auf den verschiedensten Fachgebieten, so dass wir auch hier nur selten am Markt aktiv werden müssen, um neue Mitarbeiter anzuwerben.

Ab und an benötigen jedoch auch wir externe Fachkräfte, dies gestaltet sich ähnlich wie bei unseren Wettbewerbern nicht ganz so einfach, jedoch ist es uns bisher immer gelungen sämtliche Vakanzen zu besetzen.

business-on.de: Unternehmen stehen mit anderen Firmen im Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte. Was tun Sie allgemein, um Ihr Unternehmen als Arbeitgebermarke zu stärken?

Alexander Wörner, VOIT: Letztendlich gehört unsere Unternehmensgruppe zu den 20 größten Arbeitgebern des Saarlandes. Insofern genießen wir eine gewisse Reputation am Arbeitsmarkt.

Darüber hinaus haben wir den Namen „VOIT“ als attraktiver und innovativer Arbeitgeber, der mit besten Zukunftsaussichten ausgestattet ist, in den letzten Jahren erfolgreich und zu Recht am Arbeitsmarkt platziert.

Doch letztendlich sind ein marktgerechter Verdienst, eine gute Unternehmenskultur sowie moderne und innovative Arbeitsbedingungen und Schichtmodelle - sowie selbstverständlich unsere zufriedenen Mitarbeiter selbst - für uns die beste Werbung.

business-on.de: Wo platzieren Sie Ihre Stellenanzeigen und in welchen Medien haben Sie die besten Erfahrungen gemacht?

Alexander Wörner, VOIT: Das ist unterschiedlicher Natur. Facharbeitskräfte suchen wir in den lokalen Printmedien, gemeinsam mit der Agentur für Arbeit, die immer bemüht ist uns dabei zu unterstützen.

Sollte der seltene Fall eintreffen, über diesem Level neues Personal rekrutieren zu müssen, nutzen wir Onlineplattformen und ganz selten Personalberater.

Technologie aus Leidenschaft

business-on.de: Welche Online-Maßnahmen setzen Sie ein, um potentielle Bewerber zu gewinnen?

Alexander Wörner, VOIT: Natürlich unsere neu konzipierte und gestaltet Homepage www.voit.de und die bekannten Online-Stellenportale. Aber auch unsere facebook-Präsenz www.facebook.com/WillyVoit erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

business-on.de: Immer mehr Unternehmen setzen sogenannte Mitarbeiter- oder Recruiting-Videos ein, um weiche Faktoren (z.B. Arbeitsklima) zu visualisieren. Beispiele für Recruitingfilme sehen Sie bei unserem Partner DREILANDMEDIEN (externer Link). Setzen Sie solche Videos ein oder planen Sie so ein Instrument für die Zukunft?

Alexander Wörner, VOIT: Diese Art von Personalmarketing ist grundsätzlich modern und gut. Letztendlich können wir derzeit noch auf derartige Instrumente verzichten.

Viel wichtiger ist es, dem Bewerber im Gespräch zu vermitteln oder besser ihn selbst erleben lassen, wie wir miteinander im Hause VOIT umgehen, wie unsere Dynamik unser Miteinander und unser Esprit auf den Bewerber wirken.

Wir wollen nicht mit geschönten Videos die sozialromantische Welt vorspielen, nein, wir wollen zeigen wie wir wirklich sind und was uns verbindet: Technologie aus Leidenschaft.

Langfristige Anstellung bevorzugt

business-on.de: Lässt man das Gehalt mal außen vor: Welche Faktoren sind aus Ihrer Erfahrung ausschlaggebend, dass ein Bewerber sich für Ihr Unternehmen entscheidet. Umgekehrt: Welche Faktoren sind für das Unternehmen entscheidend?

Alexander Wörner, VOIT: Ich denke, wie bereits erwähnt, attraktive Schichtmodelle und Arbeitszeiten, ein sicherer langfristiger Arbeitsplatz und eine unternehmerische Strategie, die dem Bewerber zeigt, dass sich das Unternehmen richtig positioniert und aufgestellt hat.

Ferner sind Investitionen in die Zukunft und der ständige Ausbau unseres Know-hows für einen Bewerber die besten Argumente Interesse am Hause VOIT zu haben. Und letztendlich auch zufriedene Kunden und langfristige Lieferkontrakte.

Ein Vorteil besteht sicher auch darin, dass wir ein Technologieunternehmen mit Familientradition sind. Das bedeutet für unsere Mitarbeiter Mitgestaltungsmöglichkeiten zu haben, die ein Konzern selten bieten kann, und trotzdem von den Wachstumschancen eines weltweiten Innovationsführers zu profitieren.

Für uns ist es ideal, wenn ein Bewerber eine langfristige Anstellung sucht, und bereit ist, sich weiter zu entwickeln, sprich den Ehrgeiz hat, hier gemeinsam mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Erfolg zu haben. Hierzu ist jeder einzelne von uns notwendig. Wer diese Einstellung mitbringt, kann im Hause VOIT viel erreichen.

business-on.de: Wird sich der Fachkräftemangel in den nächsten fünf Jahren eher verschärfen oder wird er wieder abflauen?

Alexander Wörner, VOIT: Ich gehe davon aus, dass sich der Fachkräftemangel in den nächsten Jahren verschärfen wird. Das hängt sicherlich mitunter an der Bildungspolitik unseres Landes und dem derzeit hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern, die das Gymnasium besuchen.

Hier gilt es in den kommenden Jahren anzusetzen, denn letztendlich sind Fachkräfte zwischenzeitlich gut bezahlte und hoch spezialisierte Mitarbeiter, somit der Mittelpunkt eines jeden technologisch ausgerichteten Unternehmens.

Unser Ansatz muss es sein, alle Schulabgänger, egal welcher Schulform sie angehören, anzusprechen und ihnen eine interessante Perspektive aufzuzeigen, so wie es uns bisher gelungen ist.

Außerdem kooperieren wir mit den „automotiven Studienbereichen“ der HTW Hochschule für Technik und Wirtschaft und der Universität des Saarlandes, um Fachkräfte bereits fürhzeitig anzusprechen.

Weitere Interviews mit Personalchefs in unserer Interviewserie

(Redaktion)


 


 

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