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7 Fragen an Frank Staffler von der Telekom

Frank Staffler ist Leiter des Bereichs Recruiting Graduates bei der Telekom. In seinem Job beschäftigt er sich täglich mit der Arbeitgebermarke Telekom. Warum Recruiting-Videos, Social Media und die „Erschließung“ ungenutzter Talentgruppen so wichtig sind, um diese zu stärken, verrät er im business-on.de-Interview.

business-on.de: Der Fachkräftemangel ist Dauerthema in den Medien. Wie macht er sich in Ihrer Branche im Allgemeinen und in Ihrem Unternehmen im Speziellen bemerkbar?

Frank Staffler, Telekom: Wir beobachten selbstverständlich die Trends auf dem Arbeitsmarkt sehr genau und haben uns bereits früh entsprechend aufgestellt. Wir engagieren uns stark in der Ausbildung von Fachkräften, gerade im technischen Bereich.

Dazu gehört selbstverständlich auch, dass wir älteren, erfahrenen Experten im Unternehmen attraktive Weiterbildungsangebote machen.

So können sie zum Beispiel durch ein berufsbegleitendes Master-Studium weiter fachlich auf dem aktuellen Stand bleiben. Das ist besonders wichtig in einer so schnelllebigen Branche wie der IT und Telekommunikation

business-on.de: Unternehmen stehen mit anderen Firmen im Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte. Was tun Sie allgemein, um Ihr Unternehmen als Arbeitgebermarke zu stärken?

Frank Staffler, Telekom: Es gibt kein pauschales Rezept, wie ich meine Arbeitgebermarke stärken kann. Die Deutsche Telekom ist ein attraktiver Arbeitgeber. Wir bieten Schülern, Studenten, Absolventen und berufserfahrenen Experten attraktive Karrieremöglichkeiten und Arbeitsbedingungen.

Neben spannenden und verantwortungsvollen Aufgaben in einem dynamischen Marktumfeld und einer guten Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben legen wir großen Wert auf Eigenverantwortung und Gestaltungsmöglichkeiten im eigenen Verantwortungsbereich.

Die Mischung macht’s

business-on.de: Wo platzieren Sie Ihre Stellenanzeigen und in welchen Medien haben Sie die besten Erfahrungen gemacht?

Frank Staffler, Telekom: Wir setzen im Recruiting immer wieder auf neue Ideen, um Nachwuchskräfte und Experten für uns zu gewinnen. Schließlich wollen wir Mitarbeiter die aus der Masse herausstechen – und die gewinnt man nicht durch langweilige, 08/15-Stellenausschreibungen!

Die Mischung macht’s. Zum einen gestalten wir unsere Stellenausschreibungen passend zur Zielgruppe. So kann es schon mal sein das ein IT-Experte zunächst einen ASCII-Code knacken muss, um weitere Informationen zum Job zu bekommen.

Andererseits platzieren wir unsere Jobangebote dort, wo sich die Bewerber aufhalten, z.B. mobil zugänglich in unserer Jobs&More-App.

business-on.de: Welche Online-Maßnahmen setzen Sie ein, um potentielle Bewerber zu gewinnen?

Frank Staffler, Telekom: Social Media nimmt einen immer wichtigeren Part im Recruiting ein. Deshalb informieren wir tagesaktuell über unsere Social-Media-Kanäle, zum Beispiel unsere Facebook-Fanpage „Telekom Karriere“, über das Arbeiten bei der Telekom, stellen aktuell ausgeschriebene Jobs vor und bieten potentiellen Bewerbern die Chance, mit uns direkt in den Dialog zu kommen.

Für alle Smartphone-Nutzer kommen die Stellenausschreibungen der Telekom per App direkt auf’s Handy: Jobs&More bietet neben einer spezifisch einstellbaren Jobsuche direkten Zugriff auf die Recruiting-Videos der Telekom mit vielen spannenden Einblicken in unsere Unternehmensbereiche.

Auch das Bewerben ist per Smartphone zum Beispiel mit einem Xing-Profil direkt via App möglich.

Recruiting-Videos ermöglichen einen lebendigen, individuellen Einblick

business-on.de: Immer mehr Unternehmen setzen sogenannte Mitarbeiter- oder Recruiting-Videos ein, um weiche Faktoren (z.B. Arbeitsklima) zu visualisieren. Beispiele für Recruitingfilme sehen Sie bei unserem Partner DREILANDMEDIEN (externer Link). Setzen Sie solche Videos ein oder planen Sie so ein Instrument für die Zukunft?

Frank Staffler, Telekom: Wir haben 2011 den Imagefilm „Telekom Jobwelten“ gedreht. 1.000 Gigabyte Rohmaterial, 250 Mitarbeiter vor der Kamera und Dreharbeiten in Bonn, Berlin, Darmstadt, Marokko, Nordenham, London und auf der Zugspitze – man kann fast von einer Weltreise durch den Telekom-Konzern sprechen.

Keiner kann die Arbeitsatmosphäre und die Vielseitigkeit unseres Konzerns besser darstellen als unsere Mitarbeiter – und wer das Resultat der Dreharbeiten gesehen hat weiß: es hat sich gelohnt!

Weitere Recruiting-Videos verwenden wir zum Beispiel auch in unseren Online-Stellenanzeigen. So können wir dem Bewerber einen lebendigen, individuellen Einblick in die Aufgaben des jeweiligen Fachbereiches bieten.

Um also Ihre Frage zu beantworten: Ja, wir setzen diese Methode ein.

business-on.de: Lässt man das Gehalt mal außen vor: Welche Faktoren sind aus Ihrer Erfahrung ausschlaggebend, dass ein Bewerber sich für Ihr Unternehmen entscheidet. Umgekehrt: Welche Faktoren sind für das Unternehmen entscheidend?

Frank Staffler, Telekom: Wir wollen aufgeschlossene Bewerber, die kommunikativ und teamfähig sind. Unsere Branche ist sehr schnelllebig, weshalb wir Mitarbeiter brauchen, die Lernfreude zeigen, immer am Puls der Zeit sind, was die Informations- und Telekommunikationsindustrie betrifft, und die Zukunft selbst mitgestalten wollen.

business-on.de: Wird sich der Fachkräftemangel in den nächsten fünf Jahren eher verschärfen oder wird er wieder abflauen?

Frank Staffler, Telekom: Aufgrund des demographischen Wandels in Deutschland wird der Fachkräftemangel in den nächsten Jahren wahrscheinlich bestehen bleiben.

Das heißt aber nicht, dass nicht mehr genug Talente vorhanden sind! Wir erweitern unser Recruiting schon seit längerer Zeit um bisher von den meisten Unternehmen unbeachtete Talentgruppen.

Ansätze hierfür sieht man zum Beispiel in unserem Flexikum. Diese Einstiegsmöglichkeit haben wir eigens für Studentinnen und Studenten in Bachelor- und Masterstudiengängen geschaffen, um während des Studiums ausreichend Praxiserfahrung machen zu können, ohne Gefahr zu laufen, die Studienzeit verlängern zu müssen oder ein Urlaubssemester einzulegen – ganz im Sinne von „Bachelor & Master Welcome“.

Neue Bewerberzielgruppen erschließen wir uns darüber hinaus durch die Möglichkeit der Teilzeitausbildung für junge Mütter oder Väter oder durch unser Engagement im Rahmen der Einstiegsqualifizierung.

Weitere Interviews mit Personalchefs in unserer Interviewserie

(Redaktion)


 


 

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