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Rezessionsgefahr

Krise dämpft Wirtschaftswachstum stärker als erwartet

Im Frühjahr gingen die führenden Wirtschaftsforscher noch von einem Wirtschaftswachstum von 2 Prozent aus. Im von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Herbstgutachten hat sich diese Prognose für das kommende Jahr nun allerdings auf ein Plus von nur noch 1 Prozent halbiert. Wirtschaftsexperten warnen gar vor einer Rezession, sollte sich die Eurokrise weiter zuspitzen.

Das Herbstgutachten wurde als Basis für die eigene Prognose, die am 17. Oktober veröffentlicht wird, von der Bundesregierung in Auftrag gegeben. An der Gemeinschaftsdiagnose waren das Münchner Ifo-Institut, das Institut für Weltwirtschaft (IfW) aus Kiel, das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) sowie das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) beteiligt.

Das Gutachten zeigt, dass sich europäische Schuldenkrise und der weltweite Abschwung auf die deutsche Wirtschaft stärker auswirken als bisher angenommen. Die Wirtschaftsforscher reduzierten darin die Prognose aus dem Frühjahr 2012 auf die Hälfte: Für 2013 wird nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 1 Prozent gerechnet. Damit liegt die Steigerung des Bruttoinlandsproduktes ähnlich wie in diesem Jahr: Für 2012 gehen die Wirtschaftsforscher von einen Zuwachs von 0,8 Prozent aus.

Wie der Stern berichtet gehen aber selbst diese reduzierten Prognosen von einer Abschwächung der Eurokrise aus. Sollte dies nicht eintreffen, würde dies auch die deutsche Wirtschaft treffen.

Exportwirtschaft stark betroffen

Die Exportwirtschaft innerhalb der Währungsunion ist um 3,6 Prozentpunkte gesunken. Grund ist die anhaltende Schulden- und Vertrauenskrise in Europa. Länder wie Griechenland und Spanien haben ihre Importe stark eingeschränkt. Dadurch trifft die Schwäche der Krisenländer die deutsche Wirtschaft direkt.

Hinzu kommt die Verschärfung der Finanzpolitik in den USA, welche auch die außereuropäischen Exporte schmälert.

Bis Ende 2013 ist jedoch mit einer langsamen Erholung zu rechnen - „sofern sich die Lage im Euro-Raum allmählich entspannt und die Weltwirtschaft stärker Fahrt aufnimmt“, wie die Gutachter hinzufügend bemerken.

(Thorsten Becker)


 


 

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