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RP-Konjunktur

Unternehmen sind wieder zuversichtlicher

Die Konjunkturumfrage der Arbeitsgemeinschaft der IHKs im Land (Arge) hat ergeben, dass es der rheinland-pfälzischen Wirtschaft zwar an einer klaren Entwicklungsrichtung fehlt. Dennoch bewertet der Großteil der Unternehmen die Lage als befriedigend bis gut. Auch die Geschäftserwartungen entwickeln sich positiv: Waren es im Winter lediglich 20 Prozent, vermelden heute bereits 27 Prozent gute Aussichten.

Das Konjunkturklima in Rheinland-Pfalz stagniert mit 110 Punkten auf dem Niveau der Vorumfrage, nachdem weder die tendenziell schwächere aktuelle Geschäftslage noch die etwas freundlicheren Geschäftserwartungen einen gesamtwirtschaftlich eindeutigen Konjunkturtrend vorzeichnen.

In der Region Trier ist der IHK-Konjunkturklima-Indikator seit Jahresbeginn von 112 auf 121 Punkte gestiegen. Werte über 100 kennzeichnen ein freundliches Konjunkturklima.

Im Detail bewerten gegenwärtig knapp 30 Prozent aller Unternehmen (Zur Definition) im Land ihre jetzige Geschäftssituation als gut, weitere 54 Prozent als befriedigend. Gegenüber der Vorumfrage sinkt der Lagesaldo damit um zwölf auf nun plus zehn Prozentpunkte, bleibt damit aber weiter deutlich positiv.

Geschäftserwartungen

Trotz der leicht gedämpften Geschäftslage erholen sich die Geschäftserwartungen der rheinland-pfälzischen Unternehmen gegenüber dem Jahresbeginn merklich. Im Winter erwarteten nur 20 Prozent der Unternehmen bessere Geschäfte auf Jahressicht, aktuell äußern schon 27 Prozent entsprechende Einschätzungen.

Gleichzeitig sinkt der Anteil der Firmen mit explizit skeptischen Geschäftserwartungen von 21 auf 16 Prozent. Maßgeblich für diese Gegenbewegung dürften die weiterhin sehr stabile Arbeitsmarktsituation in Deutschland sowie die schrittweise anziehenden Auftragseingänge aus dem Ausland sein.

Investitionen bleiben auf niedrigem Niveau

Trotz des Zusammenspiels besserer allgemeiner Geschäftserwartungen und stabiler Exporte bleibt die gesamtwirtschaftliche Investitionsneigung schwach, und auch hinsichtlich ihrer Beschäftigungsabsichten für die kommenden zwölf Monate äußern sich die rheinland-pfälzischen Unternehmen zunehmend zurückhaltend.

„Die Zurückhaltung der Unternehmen ist wenig überraschend, wenn man bedenkt, vor wel-chen Marktunsicherheiten und potenziellen Belastungsszenarien die Unternehmen mittel- und langfristige Entscheidungen treffen sollen“, sagt der Präsident der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz sowie der IHK Trier, Peter Adrian.

„Zudem sehen sich die Unternehmen mit der lauter werdenden steuerpolitischen Diskussion aktuell einem neuen und großen Unsicherheitsfaktor gegenüber. Rückmeldungen zeigen uns, dass dadurch die Planungssicherheit, die für jede Investitions- und Beschäftigungsentscheidung maßgeblich ist, spürbar beeinträchtigt wird.“

Aktuell sehen 44 Prozent aller Unternehmen die Entwicklung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als nennenswertes Risiko für ihre wirtschaftliche Entwicklung. Vor einem Jahr waren es nur 36 Prozent. In der Region Trier äußern sogar 51 Prozent der befragten Unternehmen entsprechende Befürchtungen – gegenüber der Vorjahresumfrage eine Zunahme um etwa 20 Prozentpunkte. Aus Sicht von Dr. Jan Glockauer, Hauptgeschäftsführer der IHK Trier, sind vor allem die Forderungen nach Steuererhöhungen, Umverteilung und Mindestlöhnen „Gift für den Aufschwung“.

In die Auswertung der Konjunkturumfrage der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz sind mehr als 1000 Unternehmensantworten aus Industrie, Baugewerbe, Einzel- und Großhandel sowie aus dem Dienstleistungssektor eingeflossen. Diese Unternehmen beschäftigen aktuell mehr als 220 000 Arbeitnehmer.

Alle Ergebnisse unter www.ihk-arbeitsgemeinschaft-rlp.de (Dokumenten-Nummer 1149)

(Quelle: IHK Trier)


 


 

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