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Saar-Uni

Professor Rath feiert 80. Geburtstag

Dr. Rainer Rath, emeritierter Professor für Deutsche Gegenwartssprache, wird am 16. Januar seinen 80. Geburtstag feiern. Rath war bis zu seiner Emeritierung 2002 an der Saar-Uni tätig. Sein Name ist u.a. fest mit zwei bekannten Projekten der 1980er Jahre verbunden: der „Gastarbeiterkommunikation“ und dem „Grammatiktelefon“.

In Wuppertal-Elberfeld geboren, absolvierte Rainer Rath zunächst eine Ausbildung als Maschinenschlosser und legte auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur ab. Von 1956 bis 1963 studierte er Germanistik und Geschichte an der Freien Universität Berlin, der Universität Erlangen und der Universität des Saarlandes.

Nach der Magisterprüfung arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Professor Hans Eggers vor allem in dessen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Saarbrücker Sonderforschungsbereich 100 „Elektronische Sprachforschung“ und übernahm Lehraufträge für Linguistik und Deutsche Gegenwartssprache.

Mit seiner Studie „Die Partizipialgruppe in der deutschen Gegenwartssprache“ wurde der Jubilar 1970 an der Philosophischen Fakultät promoviert und im August 1971 zum Wissenschaftlichen Rat und Professor an der Universität Erlangen-Nürnberg berufen.

Rückkehr nach Saarbrücken

Im April 1973 kehrte er nach Saarbrücken auf die neue Professur „Deutsche Gegenwartssprache“ zurück, die er bis zu seiner Emeritierung zum 31. März 2002 innehatte. Gastvorlesungen führten ihn nach Österreich und im Rahmen der Ostpartnerschaften der Saar-Uni nach Sofia und Warschau.

Dank der Herder-Stiftung wirkte er auch nach seiner Emeritierung während dreier Semester 2004/2005 als Gastprofessor an der Universität Warschau.

Mit seinem Namen verbunden ist das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft zwischen 1982 und 1988 geförderte wegweisende Projekt „Gastarbeiterkommunikation“ und das „Grammatiktelefon“, das zwischen April 1989 und Juni 1991 der kostenlosen Sprachberatung diente.

In seinen Studien widmete sich Rainer Rath unter anderem der gesprochenen Sprache und der Dialogforschung. Wesentliche Ergebnisse publizierte er 1979 in „Kommunikationspraxis – Analysen zu Textbildung und Textgliederung im gesprochenen Deutsch“.

In der akademischen Selbstverwaltung engagierte er sich als Prodekan seines Fachbereichs und als Senator und kandidierte im Juli 1979 bei der Präsidentenwahl gegen den späteren Amtsinhaber Professor Paul Müller.

In den hochschulpolitischen Struktur- und Spardebatten wandte er sich stets gegen die einseitige Fixierung auf die Naturwissenschaften und betonte die herausragende Bedeutung der Geisteswissenschaften für das kulturelle Gedächtnis.

Zwischen 1979 und 1989 gehörte der Sozialdemokrat auch dem Saarbrücker Stadtrat an und leitete von 1982 bis 1987 als Vorsitzender die damals selbständige Volkshochschule Dudweiler.

(Quelle: Saar-Uni)


 


 

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