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Messebericht Jobmesse

Rund 5000 Besucher kamen zur zweiten Jobmesse nach Saarbrücken

Am sonnigen Donnerstagmorgen konnte man bereits auf dem Parkplatz des Saarbrücker Messegeländes erkennen, dass hier heute eine ganz besondere Veranstaltung stattfindet. Unzählige Besucher - darunter auch viele Schulklassen - waren angereist, um sich über den überaus spannenden Arbeitsmarkt der Großregion SaarLorLux zu informieren.

Kaum angekommen, begrüßte uns auch schon Albert Fuchs, Leiter der Presse und des Marketings der Bundesagentur für Arbeit (Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland), der sich sichtlich über den großen Besucheransturm zur 2. Internationalen Jobmesse der Großregion freute. "Bereits im letzten Jahr waren wir völlig überrascht von der großen Resonanz unserer Messe bei den Bürgern der Großregion.

5000 Besucher konnten 2010 verzeichnet werden - und diese Zahl wird 2011 sicherlich ebenfalls erreicht, wenn nicht sogar übertroffen werden. Besonders stolz sind wir natürlich auch darauf, dass wir über 500 Rückmeldungen von Besuchern erhalten haben, die durch die bei uns geknüpften Kontakte mittlerweile einen Ausbildungsplatz oder eine Festanstellung gefunden haben.".

Umfassender Überblick zum Jobangebot

Auch auf Aussteller-Seite ist ein Zuwachs festzustellen: Gaben die 50 Aussteller im letzten Jahr bereits einen interessanten Abriss zum Jobangebot der Großregion, ist heute mit 80 Ausstellern ein noch umfassenderer Überblick gewährleistet. "Und dabei mussten wir sogar noch vielen Firmen aus Platzgründen absagen.

Denn die Ausstellungsfläche der Messehalle ist mit den 80 Teilnehmern bereits völlig erschöpft. Frei nach dem Motto 'first come - first served' konnten leider nur die ersten Aussteller-Anmeldungen berücksichtigt werden.", so Fuchs über das große Interesse der Unternehmen aus SaarLorLux an der Internationalen Jobmesse. "Gerade im Saarland haben wir ja mit großen demographischen Problemen zu kämpfen:

Die 'alte Generation' steht kurz vor der Rente , bei der Jugend fehlt es an ausgebildeten Fachkräften. Da ist solch eine Messe für alle Bevölkerungsschichten interessant - auch im Bezug auf die vielfältigen Möglichkeiten der Arbeit im benachbarten Ausland.".

Beim Blick über die Ausstellungshalle fällt auf, dass wirklich viele interessierte Besucher gekommen sind. Es ist Bewegung in der Menschenmasse - ebenso wie auf dem regionalen Arbeitsmarkt, der die Finanzkrise bestens überstanden hat und nun extensiv nach neuen Fachkräften sucht.

Überall sieht man junge Menschen, die sich über Ausbildungs- und Studiumsplätze informieren. Aber auch viele Ältere sind gekommen, um den Überblick über den Arbeitsmarkt nicht zu verlieren und vielleicht auch nach neuen beruflichen Entfaltungsmöglichkeiten zu suchen.

Fachkräftemangel in der Region

Am Stand des international tätigen Business-Consulting-Unternehmens ORBIS erfahren wir von den beiden freundlichen Damen, Christine Hepting und Kerstin Mertes, dass sie bereits im letzten Jahr dabei waren und damals neben mehreren interessanten Kandidaten, die zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurden, auch einen festen Mitarbeiter über den Messekontakt eingestellt haben.

Im Bereich der Beratung und Entwicklung sucht die Firma nun nach professionell ausbildeten JAVA- und SAP-Programmierern sowie Consultants. Einige viel versprechende Gespräche hätte bereits gegeben.

In Sachen IT merkt man den Fachkräftemangel ganz deutlich. Mehre Unternehmen suchen händeringend nach guten Programmierern, wie wir in unseren Gesprächen mit den Ansprechpartnern vor Ort erfahren haben. "Die meisten Festeinstellungen in unserem Unternehmen kommen aus der Region Zweibrücken und Kaiserslautern.

Dort gibt es dank der guten Fachhochschule und der Technischen Universität sehr viel mehr potentielle Job-Kandidaten in unserem Bereich als im Saarland", bemängelt Ludwig Kuhn, Informationswissenschaftler MA von Eurokey, der heute zum ersten Mal auf der Jobmesse ist, den Mangel an IT-affinen jungen Menschen in der Region. "Aber hier auf der Messe konnten wir schon mit einigen Bewerbern sprechen, die für uns in Frage kommen könnten.".

Global Player vor Ort

Viele großen Namen sehen wir ebenfalls auf der Messe: Am sehr gut besuchten Stand der Bosch sucht man z.B. 40 neue Azubis und 10 BA-Studenten für Maschinenbau. Die Mercedes-Benz Niederlassung Saarland bietet 18 freie Ausbildungsstellen - gesucht werden Nutzfahrzeugmechatroniker und PKW-Nachwuchsverkäufer. Auf der Messe, bei der beide Firmen in diesem Jahr zum ersten Mal vertreten sind, erhofft man sich viele geeignete Bewerber zu finden.

Auch die Telekom ist vertreten und bietet kaufmännisch Interessierten ein spannendes Arbeitsumfeld in Saarbrücken. Von Karl-Heinz Staudt, dem Geschäftsstellenleiter der Debeka-Gruppe erfahren wir, dass der vielfältige Versicherungs- und Finanzdienstleister nach neuen Kräften sucht: "Besonders wichtig ist uns dabei die Nachhaltigkeit.

Wir wollen nach Möglichkeit all unsere Lehrlinge für Versicherungen und Finanzen in eine Festanstellung übernehmen. Da wir viel Herzblut in eine umfassende und gute Ausbildung legen, wollen wir die verheißungsvollen Jungtalente später natürlich gerne bei uns behalten.".

Region ohne Grenzen

Über das große Jobangebot in Luxemburg informieren uns Antje Lahrz und Valérie Bodarwé von Manpower: "In Luxemburg ist es besonders wichtig, zwei-, besser noch dreisprachig zu sein. Auch wenn die Behördensprache Französisch ist, sollte man gute bis sehr gute Englisch- und Deutschkenntnisse mitbringen, um hier Fuß zu fassen.

Wir als Personaldienstleister helfen Bewerbern aus Deutschland, Frankreich und Belgien dabei, geeignete Stellen in Luxemburg zu finden. Auch hier auf der Jobmesse konnten wir schon einige interessante Kontakte knüpfen.".

Dominique Hiller und Noëlline Cherau von Adecco /Ajilon bestätigen uns über 200 offene Stellen in Luxemburg, die die Adecco-Gruppe mit ihren vier Töchterunternehmen derzeit anbietet. Der Personaldienstleister vermittelt Arbeitskräfte in den unterschiedlichsten Bereichen - von Industrie über die Produktionsmitarbeit bis hin zu Büroangestellten.

Das Prinzip der Personaldienstleister ist in Luxemburg übrigens viel weiter verbreitet als in Deutschland und hat dort auch beileibe keinen so schlechten Ruf: Fast alle Einstellungen werden in unserem Nachbarland von Personaldienstleistern betreut.

Alles in allem haben wir einen sehr informativen Tag auf der 2. Internationalen Jobmesse der Großregion erlebt und viele Kontakte geknüpft. Wir wünschen allen Firmen viel Erfolg bei Ihrer Suche nach Fachkräften und möchten an dieser Stelle auch noch einmal auf unsere Jobbörse mit Stellenangeboten aus der gesamten Region SaarLorLux verweisen.

Teilnehmer-Liste:

Accor Group, Adecco, Adler Werbegeschenke, AGEME, Armees francaise, Auchan, Bauhaus Baumärkte, Bosch, Bosch Emission Systems, Bundeswehr, Con Log, Catering Grunder, Conseil General/Ministerium für Bildung, CRIT Interim, CTS Schulzentrum St. Hildegar, Dachser, Database Factory/CERCLE, Debeka, Deutsche DoKa, Deutsche Telekom, EuroKey, Ferchau, Festo, FischerDruck, Globus, Goodyear Lux., HCE, Hotel am Triller, Hydac, IHK Saarland, inform GmbH, ITech Progress, John Deere, Klima Becker, Knappschaft Bahn See, KTP Kunststoff Palettentechnik, Kuehne + Nagel Luxemburg, Laurenty Luxembourg Belgique, Ledig & Szymanski, Manpower, Mercedes-Benz Niederlassung Saarland, Sonderstand Agentur für Arbeit, Mercure Hotel Saarbrücken, Ministerium für Inneres und Europa/Polizei, Nemak Dillingen, Nordgetreide, Orbis, Pluscard, Praktiker, psb intralogostics, PSW Personalservice Wunder, Randstand, Rehau, RH Expert, Saar LB, SAP AG St. Ingbert, Schaeffler Technologies, SHG, Staab & Kollegen Rechtsanwälte, Stadt Saarbrücken, Tempo Team, Terex Demg, Universität, VAUS, Victor´s Residenz-Hotel Schloss Berg, Voit holding, W+ST, ZF Ausbildung, ZF PS, Zoll

(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von Prof
31.05.11 14:00 Uhr
Kein Wunder

Bis vor wenigen Monaten gab es noch Freisetzungen. ...und nun rächt sich, dass die Großfirmen immer von Einstellungsstopp usw gesprochen haben. Firmenbesuche waren unerwünscht, Gerätespenden wurden abgelehnt usw. Praktika und Abschlussarbeiten stark "behindert". Kurzarbeitergeld eingesteckt und die Mannschaft arbeiten lassen. Das waren alles die falschen Signale. Die Gehälter sind auch nicht entsprechend gestiegen.

 

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