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Mindestlohn im Saarland

Jeder achte Arbeitnehmer würde profitieren

Jedes achte Beschäftigungsverhältnis im Saarland wäre von der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Höhe von 8,50 EUR betroffen. Laut der Verdienststrukturerhebung lagen 12 Prozent der Stundenverdienste unter diesem Wert. Etwa ein Viertel davon Vollzeitbeschäftigte.

Wie das Statistische Amt des Saarlandes mitteilt, waren die meisten Betroffenen, deren Stundenlohn unter der angedachten Mindestlohngrenze liegt, rund sechs von zehn (59 %), geringfügig Beschäftigte, auch Mini- oder 400-Euro-Jobber genannt.

Ein knappes Viertel (23 %) waren Vollzeitbeschäftigte und der Rest (18 %) Teilzeitbeschäftigte. Zwei Drittel der Geringverdiener waren Frauen.

Nach Wirtschaftsbereichen betrachtet konzentrieren sich die Geringverdiener auf den Dienstleistungssektor. Jeweils 12 Prozent waren im Bereich “Verkehr und Lagerei“ und im Gastgewerbe beschäftigt, 9 Prozent bei Arbeitsvermittlern.

23 Prozent aller Geringverdiener gingen im Bereich der Gebäudereinigung/Gebäudebetreuung einer zumeist auch geringfügigen Beschäftigung nach.

Geringe Entlohnung ist überwiegend ein privatwirtschaftliches Problem: 95 Prozent aller Betroffenen arbeiten bei privatwirtschaftlichen Arbeitgebern und nur 5 Prozent im öffentlich-rechtlichen Bereich.

Dieses Ergebnis ist jedoch vor dem Hintergrund des Outsourcings und der Privatisierung vieler zuvor öffentlicher Beschäftigungsverhältnisse zu sehen.

Eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit dem Verdienstniveau spielt die individuelle Ausbildung. Zwei Drittel aller Geringverdiener im Saarland konnten keine Berufsausbildung vorweisen.

(Quelle: saarland.de)


 


 

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