09.08.2011  11:20 Uhr

Rauchverbot in Kneipen
Saarland erwartet schärfstes Nichtrauchergesetz in Deutschland

SaarLorLux. Wer im Saarland eine Raucherkneipe sucht, wird schnell fündig. Derzeit nutzen viele kleinere Kneipen eine Ausnahmeregelung, die es den Gästen erlaubt sich eine Zigarette anzuzünden. Doch ab Dezember ist damit Schluss. Dann gilt im Saarland ähnlich wie in Bayern ein striktes Rauchverbot.

Wer am Wochenende in der Saarbrücker Altstadt unterwegs ist, könnte manchmal meinen, es existiere überhaupt kein Rauchverbot. Fast in jeder Kneipe darf geraucht werden. 

Das bestätigt auch ein Blick auf die Seite Smoke-Spots, die alleine in Saarbrücken 73 Raucherkneipen listet.

Die Gaststättenbesitzer beziehen sich auf eine Ausnahmeregelung, wonach das Rauchen in bestimmten kleineren Kneipen erlaubt ist. Ab dem 1. Dezember 2011 fallen aber nun fast alle Ausnahmeregelungen weg. 

Das sieht ein Gesetz der schwarz-gelben Landesregierung vor, welches nun vom Verfassungsgerichtshof grünes Licht bekommen hat.

Zum Jahresende gilt dann im Saarland zusammen mit Bayern das schärfste Nichtrauchergesetz in Deutschland. Auch Im Freistaat ist seit 2010 das Qualmen in Gaststätten, Kneipen und Bierzelten fast ausnahmslos verboten. Sogar auf dem Oktoberfest darf von diesem Jahr an nicht mehr geraucht werden. 


 

(FN)

  • Tags:
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  • Gesetz
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Bild Nr. 1 © wikipedia



 


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3 Kommentare »

09.08.11 19:31 Uhr
Adrian Berger
Nichts dazugelernt aus den bayrischen "Erfahrungen"?
Da sollten sich die Leute mal die Studie vom DeHoGa Bayern, dem VEBWK e.V. und dem BFT anschauen. Das wird sich richtig für die kleinen Kneipen rentieren.
ASber naja, Ihr könnt ja immer noch nach RLP ausweichen.
09.08.11 21:50 Uhr
Wolfgang
Gerade deswegen
Eigentlich waren sie ja sogar vor Bayern dran, aber dann musste die Einführung nach einem Gerichtsurteil noch warten. Nun können sie nachziehen, weil sie sehen, wie gut es in Bayern klappt und dabei rede ich vom Nichtraucherschutz, der das Ziel dieses Gesetzes ist. Es geht bei dem Gesetz nicht um Umsätze der Wirte, die fast ausschließlich Bestandteil der "Studie" waren. Bisher haben ja alle Gerichte bekräftigt, dass die Politik dem Gesundheitsschutz Vorrang vor den Profitinteressen der Wirte einräumen darf.
10.08.11 11:06 Uhr
Stefan
Bayern mit Vorzeigemodell
Die Umsätze, auch der kleinen Kneipen und Bars, sind ja in Bayern besser als in NRW, wo dort kein Rauchverbot gilt. Ein Rauchverbot ohne Ausnahmen ist also auch Interesse der Wirte, da durch die Wettbewerbsverrung (wie im Saarland) ja viele Wirte in den Ruin getrieben werden.

Es sollte auch mal die Frage beantwortet werden, warum 99% aller Kneipen die Pleite gehen, Raucherkneipen waren, und wann man dann ernsthaft für eine Fortsetzung des rauchens plädieren kann.
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