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Unternehmensinsolvenzen im Saarland auf Rekordtief

Nach einem deutlichen Rückgang im Jahr 2012 sind auch 2013 die Unternehmensinsolvenzen im Saarland weiterhin rückläufig. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 345 zahlungsunfähige Unternehmen gemeldet - das entspricht sieben Verfahren bzw. 2 Prozent weniger als im Vorjahr: der niedrigste Wert seit über 10 Jahren.

Im Branchenüberblick verlief die Insolvenzentwicklung sehr unterschiedlich. Hervorzuheben ist der deutliche Rückgang im Baugewerbe (- 20 % auf 52 Fälle), das damit nur noch Rang zwei unter den Wirtschaftssektoren mit den meisten zahlungsunfähigen Firmen einnimmt. Auf den ersten Platz vorgeschoben hat sich der erweiterte Handelsbereich mit 66 Verfahren (+ 5 %).

Gegliedert nach Rechtsform rangiert die GmbH mit 172 Fällen (+ 19 %) unter den gescheiterten Firmen an der Spitze; dahinter folgt die Gruppe „ Einzelunternehmen (zur Einzelunternehmen Rechtsform), Freiberufler, Kleingewerbetreibende“ mit 146 Insolvenzen (- 22 %).

Zahl der betroffenen Arbeitgeber gestiegen

So wie in den vergangenen Jahren das Ausbleiben von Großinsolvenzen dazu beigetragen hatte, dass sich der verursachte wirtschaftliche Schaden in moderaten Grenzen bewegte, war es umgekehrt 2013 der Zusammenbruch eines einzelnen Unternehmens, der maßgeblich für die Vervielfachung der angemeldeten Gläubigerforderungen auf insgesamt 373 Mio. Euro (+ 340 %) verantwortlich war.

Auch die Zahl der betroffenen Arbeitnehmer ist nach dem starken Rückgang im Vorjahr wieder um fast tausend auf 2 571 angestiegen, wobei hierbei keine vergleichbare Konzentration auf ein Unternehmen vorlag.

Der Anteil der beantragten Fälle, bei denen vom Gericht in der Folge auch das eigentliche Insolvenzverfahren eröffnet wurde, hat 2013 leicht auf rund drei Viertel zugenommen. Nur in diesen Fällen eröffnet sich für die Gläubiger die Chance auf eine zumindest teilweise Befriedigung ihrer Forderungen. In den restlichen, mangels Masse abgewiesenen Fällen ist dagegen von einem Totalverlust auszugehen.

6 Prozent weniger Verbraucherinsolvenzen

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzverfahren im Saarland war 2013 ebenfalls rückläufig, sie hat sich um 6,3 % auf 1 517 vermindert. Nachdem der Insolvenzrückgang im Saarland verspätet, aber dafür im Vorjahr umso stärker eingesetzt hatte, blieb die positive Entwicklung 2013 wieder hinter dem Bundestrend zurück.

Nach den derzeit bis November vorliegenden Daten zeichnet sich auf Bundesebene ein merklicherer Insolvenzrückgang ab, vor allem bei den Unternehmen (- 8,4 %), aber auch bei den Verbraucherverfahren (- 7,3 %).

(Quelle: IHK Saarland)


 


 

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