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Saarwirtschaft

Exporte über Vorkrisenniveau

Der Export der Region hat sich in seiner Rolle als tragende Säule der Saarkonjunktur weiter stabilisiert. Mit einem Volumen von rund 13 Milliarden Euro wurde 2010 wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Erstmals gingen mehr als die Hälfte der gesamten Industrieproduktion in den Export.

Frankreich war erneut das wichtigste Kundenland: Gut ein Fünftel der Ausfuhren und ein Viertel der Einfuhren gingen auf das Konto des westlichen Nachbarn. Beim Export folgen Großbritannien, Italien, Spanien und Österreich. Nach den USA erscheint China als erster der vier „BRIC-Staaten“ auf Rang Nr. 7. Insgesamt ist die Bedeutung der Wachstumsregionen Osteuropas (zusammen 10 Prozent) und in Übersee (17 Prozent) deutlich angestiegen.

„Die Saarwirtschaft nutzt die Chancen der Globalisierung und verbreitert ihre Kundenbasis“, so Paul-Martin Milius, Vizepräsident der IHK Saarland. Besonders gefragt waren wieder Automobile und Kraftfahrzeugteile aus saarländischer Produktion: Sie halten mit 38 Prozent und deutlichem Abstand ihren traditionell ersten Platz auf der Liste der Exportschlager. Es folgen Maschinen (ein Fünftel des Saarexports) und Stahlerzeugnisse, Gummi- und Kunststoffwaren und Nahrungsmittel.

Funktionierendes Geschäftsmodell: Ausrüster für den Aufschwung der Schwellenländer

Die Einfuhren blieben mit knapp elf Milliarden Euro um rund 2 Milliarden hinter den Ausfuhren zurück. „Dies ist vor allem darauf zurück zu führen, dass die saarländische Industrie mit ihren Produkten beim Industrieaufbau in den Schwellenländern sehr gefragt ist und dass die Kfz-Zulieferer hochwertige Komponenten und Systeme in viele Länder der Welt exportieren“, so Milius.

Die Handelsbilanzen des Saarlandes mit China, Russland und Indien schließen – anders als deutschlandweit – mit einem positiven Ergebnis. Die Saarindustrie liefert nach wie vor mehr Waren in diese „Aufholmärkte“ als von dort eingeführt werden. Eine Ausnahme bei den BRIC-Staaten bildet nur Brasilien. Aufgrund der hohen Erzlieferungen an die saarländische Stahlindustrie sind hier die Importe größer als die Exporte.

„Die IHK wird – in bewährter Partnerschaft mit Landesregierung und ZPT - auch in Zukunft dabei mithelfen, den Saarunternehmen den Weg ins Ausland zu ebnen“, sagte Milius zu. Die Termine und Ziele der saarländischen Markterkundungsreisen und Gemeinschaftsstände sowie der Veranstaltungskalender des IHK-Geschäftsbereichs International sind auf den Webseiten von IHK und ZPT eingestellt.

(Quelle: IHK Saarland)


 


 

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