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Schröder Fleischwaren

"Das Metzgerhandwerk ist ein abwechlsungsreicher Beruf"

1865 hat Nikolaus Schröder seine Metzgerei in Malstatt eröffnet. Heute, knapp 150 Jahre später, beschäftigt das Unternehmen Schröder Fleischwaren 500 Menschen im Saarland und in Rheinland-Pfalz. business-on.de sprach mit Geschäftsführer Willi Walter über wichtige Stationen in der Unternehmensgeschichte, Auswirkungen von Kochshows und das Metzgerhandwerk.

business-on.de: Sie können auf eine nahezu 150-jährige Unternehmensgeschichte zurückblicken. Was waren Ihrer Meinung nach die wichtigsten Stationen in der Geschichte von Schröder Fleischwaren?

Willi Walter, Schröder Fleischwaren: Wichtige Stationen in der Geschichte von Schröder Fleischwaren waren garantiert die Nachkriegszeit – als das Saarland noch französisches Saargebiet war, sowie die Öffnung der Grenzen zu den neuen Bundesländern.

Aus unserer Sicht war auch eine wichtige und wesentliche Station die Entscheidung, kein Industriebetrieb zu werden sondern eine Fachmetzgerei – auch bei der heutigen Größe - und die bekannte Schröder-Qualität in unveränderten Rezepturen zu produzieren und zu verkaufen.

business-on.de: Seit einigen Jahren wird der Ruf nach Fleisch in Bio- und Öko-Qualität immer lauter. Hat sich dadurch etwas in Ihrem Alltagsgeschäft geändert?

Willi Walter, Schröder Fleischwaren: Bedingt durch unser Qualitätsniveau und unseren Herkunftssicherungssystemen haben wir erreicht, dass der Verbraucher -und speziell hierbei der saarländische Verbraucher - ein sehr starkes Vertrauensverhältnis zu unseren Produkten aber auch zu unseren Mitarbeitern hat; so dass sich für uns das Alltagsgeschäft nicht geändert hat und sich auch nicht verändern wird.

business-on.de: Selbst kochen ist - nicht zuletzt wegen unzähliger Kochsendungen im Fernsehen - wieder in. Merken Sie das bei Ihren Kunden? Hat sich deren Anspruch gewandelt?

Willi Walter, Schröder Fleischwaren: Klar ist, dass die vielen Kochsendungen bei einer großen Menge der Verbraucher das Verhältnis zum Selberkochen positiv verändert hat.

Dies kann man unter anderem dadurch nachvollziehen, wenn Tim Mälzer als Beispiel einen Lammbraten in einer seiner Sendungen kocht, steigt die Nachfrage nach diesem Produkt.

business-on.de: Die kleine Metzgerei in Malstatt ist mittlerweile zu einem ausgewachsenen Mittelständler geworden: Schröder Fleischwaren beschäftigt über 500 Mitarbeiter in mehr als 15 Filialen. Wie sieht es mit dem Personalnachwuchs aus - haben Sie Probleme mit dem Fachkräftemangel?

Willi Walter, Schröder Fleischwaren: Viele der rund 500 Mitarbeiter, die in unseren fast 30 Filialen und in der Produktion beschäftigt sind, haben bei uns ihr Handwerk erlernt. Klar ist, dass wir im Bereich von Auszubildenden Probleme haben.

Dies nicht zuletzt, da zurzeit geburtenschwache Jahrgänge auf der Suche nach Ausbildungsplätzen sind und die Lebensmittelbranche – genauso wie die Gastronomiebranche – nicht immer zu den Traum- und Wunschberufen gehört.

business-on.de: Wie würden Sie einen Jugendlichen dazu ermutigen, das Metzgerhandwerk zu erlernen?

Willi Walter, Schröder Fleischwaren: Das Metzgerhandwerk zu erlernen kann ich nur jedem Jugendlichen aufgrund eigener Erfahrungen wärmstens empfehlen. Es ist ein sehr abwechslungsreicher Beruf, in dem man mit einem natürlichen Rohstoff hervorragende Produkte produzieren kann.

Vor allen Dingen aber auch deswegen, weil man innerhalb unserer Branche sehr gute Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten hat.

Viele Schlüsselpositionen in unserem Unternehmen werden heute ausgefüllt von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die ihre Ausbildung bei uns durchgeführt haben.

(Redaktion)


 


 

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