31.01.2012  09:16 Uhr

Wirtschaftsstandort Saarland
Mit "mehr Europa" gegen die Schuldenkrise?

SaarLorLux. In einer öffentlichen Abendveranstaltung wird am 14. Februar der Frage nachgegangen, was die politischen Dimensionen der Schuldenkrise für den Wirtschaftsstandort Saarland bedeuten. Die Villa Lessing und das Europa-Institut der Saar-Uni laden haben hierfür ein fachkundiges Podium zusammengestellt.

Europa ist trotz aller aktuellen Probleme für Unternehmer in der EU nicht mehr wegzudenken. Zur wirtschaftlichen Rationalität eines Unternehmers gehört der Blick über die Grenzen und die Nutzung der großen Vorteile des Binnenmarktes.

Mit der Schaffung des Europäischen Binnenmarktes wurde der freie Waren- und Dienstleistungsverkehr maßgeblich vereinfacht; die Europäischen Wettbewerbsgesetze regeln länderübergreifende Vorhaben und die gemeinsame Währung, der Euro, hat das Wechselkursrisiko zwischen vielen europäischen Ländern beseitigt. Insofern stehen die Führungskräfte aus der Wirtschaft auch den aktuellen Rettungsaktionen dem Grunde nach positiv gegenüber.

Allerdings sind die Lösungsvorschläge, die über den bisher erreichten Konsens hinausgehen, sehr vielfältig: Eine drastische Ausweitung des Euro-Rettungsfonds, die Möglichkeit von Eurobonds, ein Schuldenschnitt und die Reformierung der EU-Verträge sollen hier exemplarische genannt werden.

Die Unsicherheit der Unternehmen ist daher mittlerweile sehr groß. Viele fragen sich, welche Auswirkungen jeweils zu erwarten sind und ob es nicht letztlich sie sind, die einen beachtlichen Teil der Schuldenlast tragen werden. Um diesen vielfältigen Meinungen und Vorschlägen auf den Grund zu gehen, haben die Villa Lessing und das Europa-Institut, Sektion Wirtschaftswissenschaften, der Universität des Saarlandes ein äußerst fachkundiges Podium gewonnen.

Prof. Dr. Ansgar Belke wird die gestellte Thematik aus der Wissenschaft heraus betrachten. Neben seiner Tätigkeit als Gastprofessor im MBA-Programm des Europa-Instituts der Universität des Saarlandes und Inhaber des Lehrstuhls für Makroökonomie an der Universität Duisburg-Essen ist Prof. Dr. Belke Forschungsdirektor „Internationale Makroökonomie“ am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin und Mitglied des
„Monetary Experts Panels“ des Europäischen Parlaments, des Wissenschaftlichen Beirats des IAW, Tübingen, des Vorstands des Arbeitskreises Europäische Integration (AEI) und des Wissenschaftlichen Direktoriums des „Instituts für Europäische Politik“ (IEP).

Er ist auch Research Fellow am IZA, Bonn, und am Centre for European Policy Studies (CEPS), Brüssel, Mitglied der professionalen Zentralbank-Beobachtergruppe „ECB Observer“ und externer Berater der Europäischen Kommission (DG ECFIN), Brüssel.

Um die politischen Dimensionen der Schuldenkrise für den Wirtschaftsstandort Saarland zu beleuchten, sind wir auf die Sichtweisen des Landesvorsitzenden der FDP Saar und Bundestagsabgeordneten Oliver Luksic sowie die des Ministers für Wirtschaft und Arbeit a. D., Dr. Hanspeter Georgi, sehr gespannt.


 

(Quelle: Villa Lessing)

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Bild Nr. 1 © Gerd Altmann / pixelio.de



 


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