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Social Business

Studenten ist Moral wichtiger als Geld

Eine aktuelle Umfrage des Nachhaltigkeitsverbandes Net Impact zeigt, dass ökologische und soziale Aspekte eine große Rolle bei der Wahl des Arbeitgebers spielen. Mehr als die Hälfte der befragten Hochschulabsolventen gab an, eine 15-prozentige Lohnkürzung in Kauf zu nehmen, um in einem Unternehmen zu arbeiten, das nach sozialen Moralvorschriften wirtschaftet. 65 Prozent gaben an, durch ihre Arbeitskraft, die Welt verbessern zu wollen.

Nur Sozialunternehmer reicht nicht

Längst hat dieser Trend auch in der Lehre Niederschlag gefunden: Weltweit bieten renommierte Universitäten Kurse zu Moral und Ethik in der Wirtschaft an, und allein in de USA haben seit der Finanzkrise 30 Business-Schulen Lehrgänge zum Sozialen Unternehmertum gestartet.

"Viele junge Menschen geben als Berufswunsch 'Social Entrepreneur ' an", berichtet Lara Galinsky, Vicepräsidentin der NPO Echoing Green, im Fachblog "Harvard Business Review".

Galinsky warnt jedoch vor Überschwang. "Nicht jeder sollte ein Sozialunternehmer sein. Social Entrepreneurs können alleine die Welt nicht verbessern."

Ein ganzes Heer an Berufen sei zur Umsetzung der Ideen nötig - etwa Künstler, PR-Profis und freiwilligen Helfern bis hin zu Spendern, Politikern und Lobbyisten. Entsprechend sollte man jungen Menschen dabei helfen, die Vielzahl der Wege zu erkennen, in denen sie auf soziale Weise tätig werden können.

Kein Widerspruch zum Erfolg

"Wirtschaftlichem Erfolg widerspricht Social Business nicht", erklärt Matthias Kandler, Projektleiter für den Austrian Social Business Day (aSBD). Der bangladeschische Ökonom Muhammad Yunus sei Vorzeigebeispiel eines sozialen Unternehmers, nachdem er mit der Gründung der Grameen-Bank die Mikrokredit-Vergabe an besitzlose Bauern und Handwerker etabliert hat, wofür er 2006 den Friedensnobelpreis bekam.

"Mit dem Wirtschaften der vergangenen 100 Jahre stoßen wir an Grenzen. Der alleinige Fokus auf Aktienkurse ist zu kurzfristig", urteilt Kandler. Sozial wirtschaften können nicht nur Einzelunternehmer .

"Ich sehe keine Grund, warum ein Konzern keine soziale Verantwortung übernehmen sollte", sagt Kandler.

(Redaktion)


 


 

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