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Jeder Vierte hat den Chef als Facebook-Freund

Eine Studie des tscheschischen IT-Unternehmens AVG Internetsecurity, die in elf Ländern durchgeführt wurde zeigt: 25 Prozent aller jungen Erwachsenen (18 - 25 Jahre) haben ihren Vorgesetzten in der Facebook-Freundesliste. Ganz besonders beliebt sind die Chefs scheinbar in Italien und der USA: Dort sind 33 Prozent mit ihrem Boss befreundet. Deutschland liegt mit 19 Prozent im Mittelfeld.

Sensibilität erforderlich

"Es kommt immer auf die Situation an. Natürlich gibt es Unternehmen, bei denen es völlig fehl am Platz ist, dass Angestellte mit den Vorgesetzten auf Facebook befreundet sind. In diesen Fällen brauchen die Nutzer die nötige Sensibilität und die Initiative sollte in der Regel vom Vorgesetzten ausgehen. Ich stelle aber fest, dass bei neuen Technologien immer Angst verbreitet wird und die Menschen gerne übertreiben", sagt Beratungsexpertin Ines Schöffmann.

Das sei "intellektuelle Faulheit", weil sich manche Nutzer nicht mit dem neuen Medium auseinandersetzen wollen.

Wie die Forscher herausgefunden haben, setzen durchschnittlich 60 Prozent derjenigen, die mit ihren Vorgesetzten auf Facebook befreundet sind, keine Filterfunktionen ein, um problematische Inhalte vor dem Chef zu verbergen. Dabei sind Japaner (73 Prozent) die Unvorsichtigsten, gefolgt von Tschechen (70 Prozent), Neuseeländern (67 Prozent) und Briten (66 Prozent).

Berufliche Konsequenzen

Überraschend stellte sich heraus, dass oft auch Unmutsäußerungen mit den Vorgesetzten geteilt werden, was im schlimmsten Fall auch zu beruflichen Konsequenzen führen kann. 18 Prozent der Italiener geben an, dass sie auf Facebook ihrer Wut freien Lauf lassen, Deutschland landet hierbei mit 15 Prozent auf dem dritten Platz.

"Unsere Untersuchung belegt, dass Facebook-Nutzer Inhalte, die sie auf der Plattform veröffentlichen, nicht filtern. Sie müssen Sicherheitsvorkehrungen treffen und mit ihren Vorgesetzten verantwortlicher kommunizieren , um sicherzustellen, dass durch unüberlegte Postings ihre berufliche Zukunft nicht beeinträchtigt wird", sagt Forschungsleiter Tony Ascombe.

(Redaktion)


 


 

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