Sie sind hier: Startseite SaarLorLux Aktuell News
Weitere Artikel
Standardbrief wird teurer

Deutsche Post erhöht Porto für den Briefversand auf 58 Cent

Die Bundesnetzagentur hat dem Antrag der Deutschen Post auf Preiserhöhung zugestimmt. Nach 15 Jahren erhöht der Logistikkonzern mit Sitz in Bonn das Porto für den Standardbrief nun zum ersten Mal: Ab 2013 wird es 58 Cent kosten, um einen 20 g schweren Brief in Deutschland zu verschicken.

3 Cent teurer wird der Standardbrief – seit 15 Jahren die erste Porto -Erhöhung. Anders als die Konkurrenz , wird der Markführer Deutsche Post im Briefbereich noch immer staatlich reguliert. Jede Preiserhöhung bei Briefsendungen von unter 1000 Gramm muss von der Bundesnetzagentur genehmigt werden.  

Im Vorfeld gab es anlässlich der 3-Cent-Erhöhung viel Kritik: So verwies die Monopolkommission etwa auf die überhöhten Umsatzrenditen der Deutschen Post. Georg Nüßlein, Post-Beauftragter der CSU stellte die Notwendigkeit in Frage.

Die Bundesnetzagentur ließ sich von dieser Kritik jedoch nicht beeinflussen und stimmte dem Antrag auf Portoerhöhung zu. Im europäischen Vergleich liegt das Briefporto – auch nach der Erhöhung auf 58 Cent - noch immer im guten Mittelfeld.

Gründe für die Preiserhöhung

Machte der Briefversand vor einigen Jahren noch die Hälfte des Gesamtumsatzes der Deutschen Post aus, schwindet dieser Anteil stetig. Etwa 7,8 Milliarden Briefe wurden 2011 versandt – der Anteil am Gesamtumsatz lag betrug lediglich rund 25 Prozent.

Ursache für den sinkenden Umsatz sind neben E-Mail und sozialen Netzwerken auch die Wettbewerber, die preislich unabhängig agieren können. So wird nach Angaben der Deutschen Post jeder dritte Geschäftsbrief mittlerweile von der Konkurrenz zugestellt.

Effizienzprogramme sollten dem sinkenden Marktanteil gegensteuern. Doch damit allein ließen sich die steigenden Kosten irgendwann nicht mehr auffangen, so Jürgen Gerdes, Vorstandsmitglied der Deutschen Post in einem Zeitungsinterview.

Preiserhöhung ist unspektakulär

Verbraucherschützer halten sich mit Kritik über die Preiserhöhung zurück. Michael Bobrowski vom Verbraucherzentrale Bundesverband nennt sie gar „unspektakulär“. Seit Öffnung des Postmarktes seien die Portokosten inflationsbedingt real um ca. 20 Prozent gesunken. Die drei Cent mehr fielen da nicht schwer ins Gewicht.

Im europäischen Vergleich liegen das Briefporto laut Bundesnetzagentur übrigens im guten Mittelfeld.

(Thorsten Becker, FN)


 


 

Porto
Erhöhung
Standardbrief
Portokosten
Jürgen Gerdes
Bundesnetzagentur

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Porto" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: