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Trainingskonzept für Gründer

Start-up als Abschlussarbeit

Die Gründung eines eigenen Unternehmens ist eine Grundvoraussetzung zum erfolgreichen Abschluss des globalen Trainingsprogramm Founder Institute. In vier Monaten sollen den Studenten das notwendige Know-how für eine Unternehmensgründung vermittelt werden. Das neuartige Trainingskonzept wird bereits in 17 Ländern angeboten.

Seit der Gründung des Founder Institute im Jahr 2009 besuchen die Studenten Lehrveranstaltungen mit nur einem Ziel vor Augen: Eine voll funktionsfähige Firma zu gründen. Die Studiengebühr dafür beträgt laut New York Times weniger als 1.000 Dollar.

Wollen die Studenten allerdings ihr Studium erfolgreich abschließen, dann müssen sie zuvor tatsächlich ein Unternehmen gegründet haben.

Für die Aufnahme in das Trainingsprogramm ist noch keine ausgereifte Geschäftsidee nötig. Die Bewerber müssen sich aber einem Test unterziehen, der den Erfolg dieses Unternehmens hervorsagen soll. Sie können während des Studiums auch ihre Jobs behalten. Die Anforderungen des Programms sind jedoch hart und 60 Prozent der Studenten schaffen den Abschluss nicht.

Erste Niederlassung in Israel

Laut eigenen Angaben hat das Institut bereits die Gründung von mehr als 500 Unternehmen unterstützt. Ermöglicht wurde das durch Vertretungen in 14 Ländern und insgesamt 27 Städten. Geld verdienen will das Founder Institute zum Beispiel durch Beteiligungen an den Unternehmen der Studenten.

Boaz Fletcher hat in diesem Jahr eine Vertretung in Tel Aviv eröffnet. "Israel hat auf dem Technologiebereich sehr viel zu bieten, viel schwieriger ist es allerdings bei nachhaltigen Unternehmensgründungen. Und genau das bringt einem das Trainingsprogramm unter anderem bei: Wie gründe ich ein stabiles und langfristig arbeitendes Unternehmen."

Die ersten neun Studenten sollen im September ihr Studium abschließen.

Unterstützung so früh wie möglich

Ausgedacht hat sich das Founder Institute Adeo Ressi, der mit 40 Jahren bereits acht Unternehmensgründungen hinter sich hat. Mitte der 1990er-Jahre gehörte er zu den Gründern von Total New York, einem regionalen Stadtführer, der später von AOL übernommen wurde. Ressi erkannte die Notwendigkeit, Jungunternehmer bereits vor der Findung der Geschäftsidee zu unterstützen.

Seine Art Berufskolleg will den Studenten die Grundlagen beibringen und sich von sehr selektiven Programmen unterscheiden, die Startups vor der Suche nach Fremdkapital unterstützen. TechStars ist eines der bekanntesten dieser Programme. Angenommen wird allerdings nur ein Prozent der Bewerber.

Analyse des Scheiterns anderer

Ressis Ziel ist laut eigenen Angaben, die Anzahl der neuen Unternehmen zu reduzieren, die bald nach der Gründung scheitern. Entscheidend sind für ihn Fragen wie: Warum geschieht das? Und kann es wieder in die richtigen Bahnen gelenkt werden?

Die Idee für das Institut entstand in seiner Zeit als CEO von TheFunded.com - einer Website, auf der Unternehmer und CEOs Kapitalfirmen und Investoren bewerteten. Durch diese Site bekam Ressi Zugang zur Gründercommunity und konnte sie fragen, was sie am Anfang anders gemacht hätten. 

Weitere Infos unter www.fi.co

(Redaktion)


 


 

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