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Kriminalität steigt im Saarland um mehr als 5 Prozent

Innenministerin Bachmann, Polizeipräsident Rupp und Kriminaldirektor Schnur haben die Zahlen der Kriminalitätsentwicklung 2012 vorgestellt: Die im Saarland registrierten Straftaten sind im Vorjahresvergleich um 5,2 Prozent gestiegen. Die Aufklärungsquote ging hingegen um 0,8 Prozentpunkte leicht zurück.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2012 verzeichnet mit 72.872 (2011:69.268) bekannt gewordenen Straftaten einen Anstieg um +3.604 Fälle oder 5,2 %. Die Häufigkeitszahl, also die Anzahl der bekannt gewordenen Straftaten pro 100.000 Einwohner, stieg um + 5,6 % auf 7.191 (2011: 6.807).

Im Vergleichszeitraum ging die Aufklärungsquote gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozentpunkte zurück und liegt nun bei 53,5 %. Es wurden 28.012 Tatverdächtige ermittelt. Im Jahr 2012 betrug der durch Straftaten verursachte materielle Schaden 212,6 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr (125,7 Mio.) bedeutet dies einen Anstieg um 86,9 Millionen Euro (+ 69,1 %).

Die PKS verzeichnet für das Jahr 2012 in der Mehrheit der Straftatenhauptgruppen Anstiege: „Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit“ (+ 5,3 %), „Vermögens- und Fälschungsdelikte“ (+ 6,8 %) „Diebstahl“ (+ 7,7 %), „Sonstige Straftaten nach dem Strafgesetzbuch (+ 2,3 %)“, „Gewaltkriminalität“ (+ 4,1 %), Häusliche Gewalt (+ 7,7 %).

Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruch

Entsprechend dem bundesweiten Trend erhöhte sich auch im Saarland die Zahl der Wohnungseinbrüche auf 2031 (2011:1665). Somit ist ein Anstieg um 366 Fälle oder 22% zu verzeichnen.

Als Reaktion auf diesen Anstieg richtete das Landespolizeipräsidium (LPP) die „Ermittlungsgruppe (EG) Wohnungseinbruch“ ein. Deren Ermittlungstätigkeiten führten bisher zu 11 Haftbefehlen, vorwiegend gegen Mitglieder osteuropäischer Gruppierungen. Darüber hinaus konnten bei zusätzlich durchgeführten landesweiten Kontrolltagen wichtige Erkenntnisse über potentielle Täter und Tätergruppierungen sowie Tatzusammenhänge gewonnen werden.

Ebenso auffällig war die Kriminalitätsentwicklung im Bereich des Buntmetalldiebstahls. Aufgrund des starken Anstiegs in diesem Deliktsfeld setzte das Landespolizeipräsidium die die EG Metall ein.
Die EG Metall erwirkte im Ergebnis insgesamt 28 Haftbefehle, wobei bislang bereits 17 vollstreckt sind.

Polizei wird schneller und flexibler

Gerade anhand dieser beiden Beispiele bemerkte der Landespolizeipräsident: „Die neue Organisation der saarländischen Polizei bietet die Möglichkeit im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung durch den Wegfall von Schnittstellen deutlich flexibler und schneller auf aktuelle Problembereiche einzuwirken. So ist es jetzt möglich ohne Verzögerungen landesweite Ermittlungsgruppen unter Beteiligung der gesamten Polizei einzurichten.“

Rückgänge gab es in folgenden Bereichen: „Straftaten gegen das Leben“ (- 9,7 %), „Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ (- 8,9%), „Strafrechtliche Nebengesetze“ (- 2,0 %) und Wirtschaftskriminalität (- 0,3 %).


 


 

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