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Kriminalität steigt im Saarland um mehr als 5 Prozent

Dezernat LPP 222 bekämpft Internetkriminalität

Bei der Begehung von Straftaten spielt das Internet eine immer größere Rolle. Die Bandbreite der Delikte ist vielfältig. Insbesondere Warenkreditbetrügereien aber auch Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (z.B. Verbreitung von Kinderpornographie) sind stark verbreitet.

In dem zur Bekämpfung dieser Straftaten neu eingerichteten Dezernat LPP 222 (Cybercrime), das sich mit allen Straftaten der virtuellen Welt befasst, arbeiten neben speziell ausgebildeten Polizeibeamten auch IT-Fachleute. Ermittlungen, Auswertungen, Internetrecherche und IT-Beweissicherung sind in dem neuen Dezernat zentral gebündelt.

Jugendkriminalität ist leicht rückläufig

Das Fallaufkommen im Bereich der Jugendkriminalität, also der Gesamtheit aller Straftaten, begangen durch Tatverdächtige unter 21 Jahren, ist ebenso rückläufig. Hier gingen die registrierten Straftaten um 53 Fälle oder - 0,7 % auf 8.083 Delikte zurück (2011: 8.136). Es wurden 6.154 Tatverdächtige ermittelt, die der Jugendkriminalität zugeordnet werden (2011: 6.296).

Daneben ist für den Bereich der „Strafrechtlichen Nebengesetze“ (darunter fallen Rauschgiftdelikte, Delikte im Bereich des Waffengesetztes etc.) im abgelaufenen Jahr 2012 ein rückgängiger Trend zu verzeichnen. So fiel die Zahl der registrierten Straftaten gegenüber dem Vorjahr von 4.333 auf 4.248 Fälle (- 2,0 %).

Bei der Politisch motivierten Kriminalität (PMK) gab es im Jahr 2012 mit 167 registrierten Straftaten gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um insgesamt 10 Fälle bzw. 6,4 % (2011: 157). 138 Delikte entfallen auf den Bereich PMK rechts (2011: 138). Diese Zahl beinhaltet 108 sogenannte Propagandadelikte (z.B. Aufmalen von Hakenkreuzen). 6 Delikte sind dem Bereich der PMK links (2011: 6) zuzuordnen und 3 Delikte dem Bereich PMK Ausländer (2011: 6). Im Bereich „Sonstige Straftaten/ nicht zuordenbar“ stieg die Zahl von 7 auf 20 Fälle.

Bachmann zeigt sich optimistisch

„Als Innenministerin ist es nicht nur meine Pflicht,  sondern auch mein persönliches  Anliegen für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Saarland zu sorgen. Dabei müssen wir auch zukünftig das Augenmerk besonders auf die Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität und Internetkriminalität richten. Aber auch dahingehend blicke ich optimistisch in die Zukunft.

Das im Landespolizeipräsidium neu eingerichtete Dezernat LPP 222 („Cyberkriminalität“) verfügt in jeder Beziehung über optimale Voraussetzungen der Internetkriminalität effizient entgegenzutreten. Besonders möchte ich in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass neben den dort eingesetzten spezialisierten Polizeibeamten zwei externe Internetexperten eingestellt werden; ein Umstand, der im Lichte der finanziellen Rahmenbedingungen nicht einfach zu stemmen ist“, so Innenministerin Monika Bachmann abschließend.

(Quelle: saarland.de)


 


 

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