31.01.2012  16:58 Uhr

Stiftung Warentest vergleicht
Die besten Portale für den günstigsten Flug

SaarLorLux. Lang ist´s her, als man bei Flugreisen lediglich auf die Angebote und Informationen des Reisebüros „ums Eck“ beschränkt war. Heute durchsucht man – dank Internet - per Knopfdruck Hunderte Fluglinien in Minutenschnelle nach den günstigsten Tarifen. So lassen sich mitunter ein paar Hundert Euro sparen - aber auch im Netz gilt: Es ist nicht alles Gold, was glänzt.

Wer heutzutage ferne Länder erkunden oder Städtetrips buchen möchte, sucht online nach dem passenden Flug. Unzählige Portale und Suchmaschinen buhlen dabei um die Gunst der Urlauber und versprechen die günstigsten Preise aller Zeiten. Ob´s stimmt ist eine andere Frage. Dieser geht die Stiftung Warentest in ihrer aktuellen Februar-Ausgabe nach.

Acht Preissuchmaschinen und neun Online-Reisebüros haben die Tester genauer unter die Lupe genommen. Im Schnitt zeigt sich, alle Suchmaschinen liefern gute Ergebnisse. Am besten schnitten billigerfliegen.de, momondo.de und swoodoo.de ab.

Jedoch zeigen die Ergebnisse nicht immer wirklich den günstigsten Preis an. Zu dem reinen Flugpreis kommen meist noch zusätzliche Gebühren, die die Fluggesellschaften erheben. So kosten bei Ryanair Koffer etwa 20-30 Euro extra, während die Lufthansa bei Kredikartenzahlung nochmals bis zu stolzen 18 Euro auf den Preis draufschlägt. Einen endgültigen Preisvergleich können die Preissuchmaschinen demnach nicht bieten, der Suchende muss je nach individuellen Anforderungen auch nochmal selbst zum Taschenrechner greifen, um nicht mehr als nötig zu zahlen.

Bei den Online-Reisebüros sieht es nicht viel anders aus. Insgesamt liegen die Preise hier zwar etwas höher als bei den reinen Suchmaschinen. Jedoch hat man den Vorteil, dass der Flug direkt über den Anbieter gebucht wird und man demnach von späteren Überraschungen, wie etwa überteuerten Kreditkartengebühren, verschont bleiben sollte.

Die Realität sieht jedoch, wie so oft, anders aus: Bei knapp der Hälfte der getesteten Reisebüros waren ungewollt Zusatzleistungen vorausgewählt. So sollten Buchende etwa überteuerte Reiserücktrittsversicherungen abschließen. Viele der Zusatzleistungen waren dabei laut Stiftung Warentest für den Großteil der Kunden überflüssig. Besonders negativ fiel den Testern in diesem Hinblick vor allem fluege.de auf – der günstige Preis des flugs von anfangs 87,97 Euro wurde durch Gebühren, Mehrwertsteuer und vorgewählte optionale Leistungen auf 122,84 Euro erhöht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Angebote im Netz sicherlich durchweg sehr gut sind. Nur müssen die willigen Reisenden auch selbst noch einmal genau prüfen, was sie da letztendlich wirklich buchen. Vergleichen lohnt sich! Dann lassen sich nämlich unerwünschte Überraschungen vermeiden und extrem günstige Flugreisen ergattern.


 

(FN)

Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Dinah Grüterich / pixelio.de



 


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