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Fachkräftemangel macht Deutschland krank

Der Mangel an medizinischen Fachkräften wird akut: In Bayern ist fast jede vierte Stelle unbesetzt, in Nordrhein-Westfalen ist jede fünfte Stelle für medizinische Fachkräfte wie Krankenpfleger, Altenpfleger oder Psychologen vakant. Baden-Württemberg klagt über 16 % offene Stellen. Das Saarland hingegen steht noch vergleichsweise gut da.

Die große Lücke in der medizinischen Versorgung Deutschlands macht das Stellenportal kliniken.de im „Stellenreport Medizin und Pflege“ anlässlich der Medica 2013 öffentlich.

„Medizinische Berufe sind enorm wichtig für ein funktionsfähiges Gesundheitssystem“, so David Fickeisen, Leiter des Stellenportals kliniken.de.

„Bei einer so großen Versorgungslücke wie sie aktuell vorliegt muss also dringend etwas getan werden, bevor die Situation eskaliert.“

Mit Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sind in erster Linie die bevölkerungsreichsten Bundesländer von dem Engpass betroffen. Doch auch die Bundeshauptstadt kann aktuell kein voll funktionsfähiges Gesundheitssystem garantieren. Etwa jeder zehnte Arbeitsplatz für Altenpfleger, operationstechnische Assistenten, Ergotherapeuten und in weiteren medizinischen Berufen ist in Berlin noch offen.

Saarland steht (noch) gut da

„Im Vergleich sieht der Mangel an medizinischen Fachkräften im Saarland, dem kleinsten Land Deutschlands, noch am Besten aus“, berichtet David Fickeisen.

„Dennoch ist Vorsicht geboten, denn auch im Saarland bemerken wir eine stark negative Tendenz. Das Saarland muss dringend nicht nur medizinische Fachkräfte, sondern auch Ärzte von den Vorteilen des Bundeslands überzeugen. Die Arztversorgung ist hier noch immer miserabel und damit das Saarland momentan noch weit davon entfernt, als das gesündeste Bundesland Deutschlands zu gelten“, prognostiziert David Fickeisen.

So sind im Saarland momentan noch 58% der Stellen für Assistenzärzte offen. Dazu ist außerdem fast jeder dritte Arbeitsplatz für Oberärzte noch nicht besetzt.

Hessen und Niedersachsen teilen sich mit 6% offenen Arbeitsplätzen in medizinischen Berufen den fünften Platz in der unrühmlichen Liste. Weniger als jede 20ste Stelle ist dagegen noch offen in Rheinland-Pfalz (4%), Schleswig-Holstein (4%), Hamburg (3%), Sachsen (3%), Sachsen-Anhalt (2%), Brandenburg (1%), Thüringen (1%), Bremen (1%) und Mecklenburg-Vorpommern (1%).

(Quelle: kliniken.de)


 


 

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