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Teilmarktstudie

Noch nie wurden in Frankfurt so viele Wohnungen verkauft

In Frankfurt haben im ersten Halbjahr 3.691 Häuser, Wohnungen und Grundstücke ihren Besitzer gewechselt. Das sind 11 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und zugleich die höchste Zahl der jemals in einem Sechs-Monats-Zeitraum gemessenen Transaktionen. Der Gesamtumsatz der Immobilienverkäufe erreichte mit 2,6 Milliarden Euro fast einen neuen Rekordwert. Diese Ergebnisse liefert die neue Teilmarktstudie, die das Beratungsunternehmen ImmoConcept heute vorgestellt hat. Als Gründe für die Entwicklung nannte Geschäftsführer Bernd Lorenz vor allem die Suche von Investoren nach sicheren Anlageformen und die stetig zunehmende Bevölkerungszahl. Mittelfristig rechne man in Frankfurt mit mehr als 725.000 Einwohnern und mehr als 400.000 Haushalten.

Die Preise für neue Eigentumswohnungen lagen Mitte 2015 bei durchschnittlich 4.280 Euro pro Quadratmeter und damit 8 Prozent über dem Vorjahreswert. Exklusive Wohnungen wie zum Beispiel im Europaviertel kosten im Einzelfall mehr als 10.000 Euro pro Quadratmeter. Für sanierte Altbauwohnungen ergeben sich ähnliche Preise. Die Studie weist für das Frankfurter Nordend bis zu 8.700 Euro pro Quadratmeter bei Bestandsimmobilien aus. Im Westend kostet eine Penthouse Wohnung im Schnitt zwischen 9.500 und 10.000 Euro pro Quadratmeter. Die Mieten haben sich ähnlich entwickelt, sie liegen hier für Neubauwohnungen im Mittel bei rund 18,20 Euro pro Quadratmeter.

Die höchsten Preisanstiege wurden in der Altstadt und der Innenstadt verzeichnet, bis zu 16 Prozent wurden hier Immobilien binnen Jahresfrist teurer. Die Mieten für Neubauten bewegen sich hier in einer Preisspanne zwischen 15,87 bis 23,36 Euro pro Quadratmeter. Den größten Wandel weist die Studie für Niederrad aus, wo viele Büroimmobilien in Wohnungen umgewandelt werden. "Wir haben ein Potenzial für 3.150 Wohneinheiten", so Lorenz. Davon seien 700 bereits realisiert. Weitere 400 stehen kurz vor der Baugenehmigung, und 1.400 sind in der Bauberatung.

Der Verkauf unbebauter Grundstücke sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um etwa 22 Prozent, jedoch stiegen die Grundstückspreise um gut ein Viertel auf durchschnittlich 590 Euro pro Quadratmeter.

Trotz steigender Preise ergebe sich aus der neuen Studie weiterhin kein Risiko für eine Immobilienblase. "Viele Eigentumswohnungen werden zum Eigennutz gekauft und dienen nicht nur der Rendite. Außerdem werden sie oft mit einem hohen Eigenkapitalanteil erworben, was das finanzielle Risiko weiter mindert", so Bernd Lorenz. "Gewinner sind in unserer Betrachtung die peripheren Stadtteile. Hier sind die Einstiegspreise vertretbar und Preise für Neubauprojekte den Interessenten vermittelbar."

(Redaktion)


 


 

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