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Thomas Fricke von der 3S GmbH aus Saarbrücken bringt Laborsystemen das Riechen bei

Die 3S GmbH hat sich auf sensorische Messtechnik spezialisiert. Wir haben mit dem Geschäftsführer Thomas Fricke gesprochen, der Laborsystemen das Riechen beibringt. In Zusammenarbeit mit der Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer der Universität des Saarlandes (KWT) und der Universität des Saarlandes Wissens- und Technologietransfer GmbH (WuT) stellen wir Ihnen regelmässig interessante Start-Ups vor.

"Die Idee zur Unternehmensgründung kam uns, als wir noch am Lehrstuhl beschäftigt waren. Damals kontaktierte uns ein großes Pharmaunternehmen und fragte, ob wir ein ganz spezielles Messsystem für sie entwickeln könnten. Das Know-how dazu hatten wir, also nahmen wir an. Da die Nachfrage nach unseren Lösungen nun nachweislich da war, machten wir uns damit selbstständig .", erinnert sich 3S-Geschäftsführer Thomas Fricke an die Anfänge seines gemeinsam mit Thorsten Conrad gegründeten Unternehmens.

"Das war im Jahr 2006, genauer gesagt am 21.07.2006. Am diesjährigen Tag der Ideen feiern wir Fünfjähriges", freut sich Fricke auf das erste große Jubiläum der 3S GmbH. Bis hierhin war es allerdings kein leichter Weg.

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Startschwierigkeiten erfolgreich gemeistert

Wie alle Unternehmen, hatte auch 3S am Anfang viele "unternehmerische Nüsse" zu knacken. Angefangen von dem Vertrieb über die richtige Produktpräsentation bis hin zur PR musste alles von der Pike auf gelernt werden. "Wir waren ja vornehmlich Wissenschaftler und keine Geschäftsleute."

Unterstützung bekamen sie unter anderem von der VDE, den Wirtschaftsjunioren und den Business Angels. Bei einem von KWT in Zusammenarbeit mit dem Marketing Club Saar e.V. angebotenen Speeddating, bei dem erfahrene Vertriebler auf junge Gründer treffen, erkannte Fricke einen alten Freund von sich. "Er nahm sich unserer an und lehrte uns viel über Vertrieb und Neukundengewinnung - ohne ihn wäre wir wohl nicht so weit gekommen", zeigt sich Fricke noch heute dankbar für die angebotene Hilfe.

Heute beschäftigt die 3S GmbH sechs Mitarbeiter und bietet für unterschiedliche Industriezweige ausgeklügelte Messsysteme auf Halbleiter-Gassensor-Basis an. "Wir haben zwei Steckenpferde: Die Dichtheits- und Geruchsüberprüfung in der Qualitätssicherung ".

Zeitsparende Messtechnik

Ohne die neuartigen Messtechniken von 3S überprüft man in der Industrie die Dichtheit von Behältern meist durch einen Gewichtsverlust-Check:

Man wiegt ein Produkt direkt nach der Fertigung, deponiert es in einem temperierten Raum und wiegt es anschließend noch einmal. Hat es Gewicht verloren, ist es undicht.

Dieses Prozedere dauert zwei Wochen - mit der Technik von Fricke und seinem Team lässt sich dies innerhalb einer Minute feststellen.

"Dies alles basiert auf einer Technik ähnlich dem menschlichen Riechen. Wir können mit unseren Systemen überwachen, ob sich ein Fremdstoff in der Atmosphäre befindet. Ist dies so, ist das Produkt definitiv undicht.", erläutert der Wissenschaftler sie Funktionsweise der 3S-Lösung. 

Aber das ist noch nicht alles: In einer Weiterentwicklung des Systems kann nun sogar festgestellt werden, nach was etwas riecht. Die Sensoren registrieren die Atmosphäre eines Raums und anhand einiger vordefinierter Muster, erkennt man in der Signalverarbeitung, ob es sich z.B. um Mandel- oder Zitronengeruch handelt.


 


 

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