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Traumanetzwerk Saar-Lor-Lux

„Wir können in Deutschland auf eine beispiellos optimale Erstversorgung stolz sein."

Bereits nach 40 Minuten nach dem Unfall sind Patienten auf dem Weg in die Klinik. Eine Erkenntnis des Fach- und Informationsaustausch der Mitglieder des Traumanetzwerks Saar-(Lor)-Lux-Westpfalz im Klinikum Saarbrücken. Und in Zukunft soll die Qualität der grenzüberschreitenden Notfallversorgung noch verbessert werden.

„Wir können in Deutschland auf eine beispiellos optimale Erstversorgung stolz sein." Das betonte die Chefärztin der Neurochirurgie des Klinikums Saarbrücken, Prof. Dr. Cornelia Cedzich, bei einem Fach- und Informationsaustausch der Mitglieder des Traumanetzwerks Saar-(Lor)-Lux-Westpfalz im Klinikum Saarbrücken. 

Nach einer Studie sind sowohl das luft- und bodengestützte Rettungssystem als auch die flächendeckende Dichte an unfallchirurgischen und neurochirurgischen Kliniken vorbildlich, hob die Neurochirurgin hervor. 

Das bedeutet: Ärztliche Hilfe ist bei uns schneller als andernorts. Bereits nach 40 Minuten im Schnitt verlassen Unfallpatienten und Arzt den Unfallort. 

Dennoch bestehe Verbesserungs- und Abstimmungsbedarf in der Notfallversorgung . Es sei sinnvoll, im Traumanetzwerk Behandlungsstandards zu diskutieren und festzulegen, forderte Prof. Dr. Cedzich. 

Ein Beispiel: Beim schweren Schädel-Hirn-Trauma, bei dem es auf jede Minute ankommt, kann durch eine optimierte Kommunikation zwischen Unfallort und Klinik enorm Zeit gewonnen werden. Wird die Klinik vom Unfallort aus informiert, so kann sie schon während des Krankentransports die Operation vorbereiten.

Auf Einladung des Privatdozenten Dr. Christof Meyer, Chefarzt im Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie des Klinikums Saarbrücken, und Professor Dr. Tim Pohlemann, Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des Universitätsklinikum des Saarlandes, trafen sich rund 20 Mediziner aus den unfallchirurgischen Kliniken der Großregion. 

Im Traumanetzwerk sind seit 2007 19 an der Schwerverletztenversorgung beteiligte Krankenhäuser der Region zusammengeschlossen. 13 der Kliniken sind inzwischen nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU) zertifiziert. Zwei davon – die Universitätsklinik Homburg und das Klinikum Saarbrücken - als überregionale Traumazentren, die für die Behandlung Schwerstverletzter gerüstet sind.

Alle Beteiligten möchten die Qualität der grenzüberschreitenden Notfallversorgung für die Unfallpatienten in der Großregion weiter verbessern. Denn bei einem Unfall ist das reibungslose Zusammenspiel von Rettungskräften, Unfallchirurgen und Spezialkliniken oft lebenswichtig. Die Überlebenschance von Schwerstverletzten, so genannten Polytrauma-Patienten, sinkt mit jeder Viertelstunde ohne Behandlung.

Als weiteres Ziel des Traumanetzwerks formulierte Dr. Markus Burkhardt, Schriftführer des Traumanetzwerks, die einheitliche Erfassung und Auswertung der Unfallereignisse in der Region. Durch eine Verbesserung der Datenlage ließen sich viele Schlüsse ziehen, um für die Zukunft noch besser für alle Notfälle gerüstet zu sein. Insofern biete der regelmäßige Austausch aller an der Unfallversorgung beteiligten Kliniken im Traumanetzwerk einmalige Chancen.

Zum Abschluss lud Privatdozent Dr. Christof Meyer die Gäste zu einem Rundgang durch die vor drei Jahren runderneuerte Zentrale Notaufnahme und die vor kurzem renovierte Intensivstation ein. Beides sind Herzstücke des Klinikums Saarbrücken, die durch ihre moderne Organisation beispielhaft sind.

(Klinikum Saarbrücken)


 


 

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