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Verkehrsanbindung Eifel

Wirtschaftsvertreter fordern zügigen Lückenschluss der A1

Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik haben sich beim "A1-Forum" mit Repräsentanten der Bundes- und Landesministerien getroffen um über die Planung zum Lückenschluss der Autobahn 1 zu diskutieren. Eine schnelle Schließung der Lücke zwischen Blankenheim und Kehlheim wird unter anderem von IHK, HWK und mehreren Initiativen gefordert.

„Der A1-Lückenschluss ist das wichtigste Verkehrsprojekt für die Menschen und Unternehmen in der Eifel – und darüber hinaus“, sagte Peter Adrian, Präsident der IHK Trier, im Rahmen der Veranstaltung, die von den Industrie- und Handelskammern (IHK) Aachen, Koblenz und Trier zusammen mit der Zukunftsinitiative (ZI) Eifel und der Initiative Region Trier organisiert wurde.

Der Lückenschluss gilt als eine der dringlichsten verkehrspolitischen Aufgaben in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Seit 40 Jahren setzen sich die Kammern und Kommunen gemeinsam für das Projekt ein. Adrian forderte ein schnelles Handeln: „Jetzt muss endlich richtig Tempo gemacht werden, denn ohne den kompletten Lückenschluss in der Eifel können sich auch die bisher getätigten Investitionen nicht rentieren.“

Dr. Manfred Bitter, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Trier und Vorstandsmitglied der Initiative Region Trier e. V., erwartet von der Politik Verlässlichkeit: „Wir brauchen jetzt klare Entscheidungen und einen verbindlichen Zeitplan, auf den sich die Menschen und die Unternehmer mit ihren Investitionsentscheidungen verlassen können."

Es müsse Klarheit geschaffen werden, dass der Lückenschluss kommt und bis wann er realisiert werde.

Für den Unternehmer Paul Berners, Spedition Berners GmbH & Co. KG aus Mechernich, sind die Autobahnen „die Lebensadern unseres wirtschaftlichen Handelns“. Die Lücke der A1 bringe den Verkehr „ins Stocken“.

Umwege würden nicht nur die Umwelt belasten, sondern auch Zeit und Geld kosten, erklärte Berners: „Ich bin sicher: Die komplette Autobahnverbindung zwischen Blankenheim und Kelberg wird der Eifeler Wirtschaft messbare Impulse geben."

Für die Kammern ist die A1 nicht nur für die wirtschaftliche Entwicklung der strukturschwachen Eifel von Bedeutung. Ebenso wichtig ist der Beitrag zur Verkehrsentlastung in den Ortsdurchfahrten. „Ohne Lückenschluss sind täglich hunderte LKW unnötig auf den Bundesstraßen unterwegs und belasten dort die Umwelt“, stellte Günter Rosenke, Landrat für den Kreis Euskirchen, als Sprecher der ZI Eifel fest und forderte Bund und Land dazu auf, „endlich die Rahmenbedingungen für die durchgängige Autobahnachse von Schweden bis Spanien zu schaffen“.

Zum aktuellen Sachstand

Nachdem in Rheinland-Pfalz Ende Mai der A1-Abschnitt von Gerolstein bis Kelberg für den Verkehr freigegeben wurde, droht mangels Baurecht jetzt ein erneuter Stopp. Die Hoffnung liegt nun in der Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für den Abschnitt von Blankenheim nach Lommersdorf, für die bereits ein entsprechender Antrag gestellt wurde.

Für die verbleibenden Abschnitte stehen die größten Herausforderungen aus finanzieller und naturschutzfachlicher Sicht noch bevor. Die Federführung für den länderübergreifenden Streckenabschnitt von Lommersdorf nach Adenau hat das Land NRW. Eine Untersuchung der Null-Variante des Projekts hat bereits in Rheinland-Pfalz stattgefunden.

Auch in NRW wird von den Umweltverbänden eine Null-Varianten-Untersuchung gefordert. Erst nach Durchführung dieser Untersuchung kann an der Erstellung des Vorentwurfs weitergearbeitet werden. Für die Strecke von Adenau nach Kelberg ist der Vorentwurf bereits fertiggestellt.

(Quelle: IHK Trier)


 


 

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