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Halbjahres-Bericht

Villeroy & Boch steigert EBIT um 12 Prozent

Trotz dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld konnte Villeroy & Boch den Umsatz im ersten Halbjahr 2012 auf rund 363 Millionen Euro leicht steigern. Das EBIT des Mettlacher Traditionsunternehmens hat sich deutlich verbessert und liegt mit knapp 12 Millionen Euro um 12 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.

Die weltwirtschaftliche Entwicklung zeigt sich weiterhin uneinheitlich. Die Risiken, die von der Schulden- und Vertrauenskrise im Euroraum ausgehen, sind erneut gestiegen. Dennoch konnte der Umsatz im ersten Halbjahr 2012 leicht über Vorjahresniveau gesteigert werden.

Auf dem deutschen Markt wurde ein Umsatz von 97,3 Mio. € erzielt. Dies entspricht einer Verbesserung um 3,2 Mio. € (3%). Der Auslandsumsatz betrug 265,9 Mio. € und liegt damit leicht unter Vorjahresniveau.

Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2012 beträgt insgesamt 57,2 Mio. €. Bereinigt um einen im Vorjahr enthaltenen Sonderauftrag im
Unternehmensbereich Tischkultur ist der Konzern-Auftragsbestand insgesamt um 3 % gestiegen.

Marge -jahresueberschuss-gewinn-berechnung-kennzahl-_id36954.html'>EBIT deutlich verbessert

Das operative Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) beläuft sich im ersten Halbjahr 2012 auf 11,9 Mio. € und liegt damit um 1,3 Mio. € über Vorjahr. Dies entspricht einer Steigerung von rund 12 %. Der Sonderertrag aus dem im ersten Quartal planmäßig
abgeschlossenen Verkauf des Sanitärkeramikwerkes in Saltillo, Mexiko, wird teilweise durch Aufwendungen für den Ausbau der Aktivitäten in den Wachstumsmärkten Russland und China kompensiert.

Der Unternehmensbereich Bad und Wellness erreichte im ersten Halbjahr 2012 einen Umsatz von 245,3 Mio. € und liegt damit 1 %
über Vorjahr (+3,5 Mio. €).

Die regionale Umsatzentwicklung verlief unterschiedlich. Der überdurchschnittliche Umsatzanstieg in Russland (+35 %) und Deutschland (+12 %) setzte sich auch im zweiten Quartal fort. Dem steht unter anderem ein Umsatzrückgang in Mexiko gegenüber.

Mit dem Verkauf des Werkes in Saltillo hat sich das Unternehmen dort gezielt aus Projektgeschäften mit niedriger Marge zurückgezogen. Der Unternehmensbereich Tischkultur erzielte im ersten Halbjahr 2012 einen Umsatz von 117,9 Mio. € und liegt damit 2 % unter Vorjahr.

Grund dafür war die anhaltende Bestellzurückhaltung des Handels insbesondere auf dem deutschen Markt (-11 %). Ebenso schwierig
gestaltete sich die Marktentwicklung in Australien (-12 %). Erfreuliche Umsatzzuwächse gab es hingegen in Russland (+21 %),
Kanada (+14 %) und Skandinavien (+9 %).

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres investierte der Villeroy & Boch Konzern 11,2 Mio. € (Vorjahr: 13,8 Mio. €). Davon entfielen 63 % auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness und 37 % auf den Unternehmensbereich Tischkultur.

Ausblick für das gesamte Geschäftsjahr 2012

Die konjunkturellen Risiken im Euroraum haben sich neuerlich insbesondere im südeuropäischen Raum verschärft. Dies wird die ohnehin existierende Verunsicherung bei Unternehmen und Konsumenten nicht nur im Euroraum weiterhin erhöhen und auch im zweiten Halbjahr eine fortsetzende Abschwächung der Konjunktur in den für Villeroy & Boch wichtigen Märkten des Euroraums mit sich bringen.

Vor diesem Hintergrund erwartet Villeroy & Boch für das Geschäftsjahr 2012 einen Konzernumsatz zwischen 745 und 755 Mio. € und ein operatives Ergebnis von oder leicht über Niveau des Vorjahres vor Immobilienertrag (27,9 Mio. €).

„Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds konnten wir den Umsatz in den ersten sechs Monaten 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht steigern“, erklärt Villeroy & Boch Vorstandsvorsitzender Frank Göring.

„In der zweiten Jahreshälfte werden die Herausforderungen noch größer, der Euroraum – unser Hauptmarkt – steckt immer noch fest in der Krise. Dieser Entwicklung begegnen wir entschlossen: mit dem kontinuierlichen Ausbau unserer Wachstumsmärkte sowie einer weiterhin konsequenten Kostendisziplin.“

(Quelle: Villeroy & Boch)


 


 

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