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Weiterbildungsberatung

MWAEV unterstützt KMUs bei der Fachkräftesicherung

Die Fachkräftestrategie der saarländischen Landesregierung wird um einen weiteren Baustein ergänzt: die gezielte "Weiterbildungsberatung für kleine und mittlere Unternehmen im Saarland". Heiko Maas hat das Konzept für die auf 15 Monate festgelegten Maßnahme nun offiziell vorgestellt. Ziel ist es, gemeinsam mit den Unternehmen vor Ort eine nachhaltige Personalpolitik zu entwickeln.

Die Weiterbildungsberatung ist ein weiterer Baustein der saarländischen Fachkräftesicherungsstrategie. Das Projekt ist für einen Zeitraum von 15 Monaten bis zum 01.10.2014 angelegt und wird zu 50% durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Das Projekt-Budget beläuft sich auf insgesamt rund 600.000 Euro für die Projektkoordination und die Beratungsangebote.

Heiko Maas: „Das Wirtschaftsministerium hat es sich zum Schwerpunkt gemacht, kleinere und mittlere Unternehmen im Land gezielt zu fördern und zu begleiten. Schon heute beschäftigen die über 42.000 kleinen und mittleren Unternehmen im Land rund 230.000 Mitarbeiter. Das sind fast zwei Drittel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Der Mittelstand ist damit das Rückgrat der Saar-Wirtschaft. Durch die kostenlose Weiterbildungsberatung wird ein gezieltes, auf die Bedürfnisse der jeweiligen Firma abgestimmtes, Beratungsangebot zur Verfügung gestellt. So kann die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und letztlich auch des Wirtschaftsstandortes Saarland erhalten bleiben.“

Vor dem Hintergrund des technologischen und arbeitsorganisatorischen Wandels in den Betrieben müssen das Wissen und die Qualifikation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer während der gesamten Berufsbiografie durch lebenslanges Lernen angepasst und erweitert werden.

Die neue Weiterbildungsberatung soll den Betrieben vor Ort helfen, eine zukunftsorientierte Personalpolitik zu entwickeln. Insbesondere die Situation der sogenannten ‚atypisch Beschäftigten‘ (geringfügig Beschäftigte, Leiharbeitnehmer, befristet Beschäftigte, Teilzeitbeschäftigte) soll dadurch stärker in den Fokus rücken. Diese konnten bislang kaum von betrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen profitieren.

Fachkräftesicherung im Saarland

Gemeinsam mit dem "Institut für Sozialwirtschaft und Sozialforschung" erfolgt unter Leitung von Prof. Dr. Daniel Bieber die kostenlose Beratung durch unabhängige Weiterbildungsberater. Mit speziellen Analyse- und Auswertungsmethoden wird mit dem Projekt der Weiterbildungsbedarf in den Betrieben ermittelt und dazu dann passende Maßnahmen ergriffen.

„Die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt stellen sich von Region zu Region sehr unterschiedlich dar. Für Bundesländer wie das Saarland, die bereits heute von einem Rückgang der Bevölkerung betroffen sind, sind flankierende Maßnahmen zur Sicherung der Fachkräfte in Unternehmen zwingend notwendig“, so Wirtschaftsminister Heiko Maas bei der Präsentation des neuen Projektes heute in Saarbrücken.

Bereits heute zeichnen sich für einzelne Berufsgruppen, z.B. in der Gesundheitsbranche und im Ingenieurbereich erste Engpässe ab. Auf betrieblicher Ebene erhält damit die Fachkräftesicherung zunehmende Bedeutung, und zwar nicht nur in den Bereichen Personalgewinnung und langfristige Personalbindung, sondern auch zunehmend in dem Bereich fortlaufende Qualifizierung und lebenslanges Lernen.

Mehr als "nur" Consulting

Unter der Koordination des Instituts für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e.V. erfolgt die Beratung der Unternehmen durch unabhängige und neutrale Berater, die über Kenntnisse des Personalwesens und der saarländischen Weiterbildungslandschaft verfügen.

Der Berater-Pool wurde eigens für das neue Beratungsprogramm zusammengestellt. Es handelt sich dabei nicht um die üblichen Consulting-Aktivitäten sondern um eine gezielte Analyse der konkreten und perspektivischen Weiterbildungsbedarfe im Dialog mit den betrieblichen Verantwortungsträgern.

Kleine und mittlere Unternehmen, die Interesse an einer Weiterbildungsberatung haben, können sich an folgende Kontaktadresse wenden: Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e.V., Herrn Prof. Dr. Daniel Bieber/Herrn Dr. Heiko Breit/Frau Kathleen Schwarz, Tel.: 0681/95424-0, E-Mail: [email protected]

(Quelle: saarland.de)


 


 

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