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Windows 8

Aufbruch in eines neues digitales Zeitalter?

Microsoft will mit Windows 8 eine komplett neue Ära einläuten. Dies hat der Multimilliarden-Dollar-Konzern in einem interationalen Livestream anlässlich der heutigen offiziellen Einführung des Betriebssystem deutlich gemacht. Eine der offensichtlichsten Neuerungen: Der 20 Jahre alte Desktop hat ausgedient - an seine Stelle tritt ein modernes touch-optimiertes, aber auch durchaus umstrittenes User Interface.

"Absolut kompromisslos"

"Windows 8 setzt völlig neue Maßstäbe und wird erst durch den User und seine individuelle Welt zu dem, was es eigentlich ist", unterstreicht Microsoft-CEO Steve Ballmer am Ende der Windows-8-Präsentation in New York City.

Dem neuen Betriebssystem schenken eine Vielzahl namhafter Hardware-Hersteller wie Dell, Samsung, Lenovo, Sony, Hewlett-Packard und andere ihr Vertrauen. Innovative Hybridgeräte, die dank Windows 8 mehr Leistung, längere Stand-by-Zeiten und eine völlig neue Benutzererfahrung versprechen, werden ab dem Wochenende in den Läden stehen. Österreich macht den Anfang mit 37 neuen Tablet- und Notebook-Modellen.

"Windows 8 ist absolut kompromisslos", so Stefan Sennebogen, Leiter des Geschäftsbereichs Windows bei Microsoft Österreich.

Was er damit meint, ist beim ersten Hands-on von pressetext deutlich: Eine Butterweiche, wenngleich auch zu Beginn gewöhnungsbedürftige Menüführung, die mit dem "alten" Windows nichts mehr gemein hat.

Was auf Dauer leicht stören könnte, ist das ewige Hin- und Herwischen nach rechts und links, wodurch man leicht den Überblick verliert. Die bei allen mobilen Geräten der neuen Generation verbaute "Windows-Taste" dürfte zu Beginn ein "Rettungsanker" für viele darstellen.

Laute Kritik überstrahlt alles

Das sicher bekannteste Feature von Windows 8 ist das neue Kachel-Interface, das User nach dem Systemstart zu sehen bekommen. Diese Nutzeroberfläche hat mit dem klassischen Desktop wenig gemein und ähnelt eher der von Windows Phone, denn auch Windows 8 ist eher Touch-orientiert.

Diese Neuerung hat schon vor dem Start für hitzige Diskussionen gesorgt und Analysten auf den Plan gerufen, nach deren Ansicht Microsoft mit dem neuen Betriebssystem auf Unternehmen vergisst. Dabei bringt das neue UI auch Erleichterungen mit sich, wie auf Touch-Geräte zugeschnitte Login-Varianten per PIN oder Gesten.

Ebenfalls durch scharfe Kritik ins Rampenlicht geraten ist auch das Windows Store: Valve, Macher der Spiele-Vertriebsplattform Steam, hatte befürchtet, Windows 8 werde ein geschlossenes System wie iOS. Die teils extrem scharfen Worte gegen die deutlich sichtbaren Neuerungen haben dazu beigetragen, dass viele andere Windows-8-Features bisher vergleichsweise wenig Beachtung gefunden haben. Dabei steckt wesentlich mehr in Windows 8 als nur ein neues UI und ein App-Marktplatz.

Starke Ansätze räumen auf

Gerade Features, die nicht gleich auf den ersten Blick auffallen, sind durchaus Hoffnungsträger für Windows 8. "Da ist zum Beispiel die sehr gute Integration mit dem neuen SkyDrive", betont Microsoft-Sprecher Thomas Lutz im Gespräch mit pressetext. Durch diesen Brückenschlag zu Cloud wird es besonders einfach, von verschiedenen Geräten nahtlos auf Daten, Fotos oder Videos zuzugreifen.

Die Möglichkeit, ein Nutzerkonto mit einer Windows-Live-ID zu verknüpfen, bietet noch eine weitere interessante Möglichkeit: Wer will, kann dadurch seine bevorzugten Systemeinstellungen ganz leicht von PC zu PC mitnehmen.

Nachgebessert hat Microsoft unter anderem auch im Bereich Sicherheit. So ist bei Windows 8 Pro nun auch eine Festplattenverschlüsselung per BitLocker integriert, die bei Windows 7 nur in Enterprise-Versionen zu finden war. Das minimiert gerade für Laptop-User die Risiken, die mit verlorenen Geräten einher gehen. Der Windows Defender umfasst nun auch Antivirus-Funktionalität und auch wer lieber eine umfassendere Security-Suite nutzt, profitiert von Windows 8. Denn die Treiber von Antivirensoftware werden bevorzugt geladen, sodass Schädlinge sich kaum unbemerkt im System einnisten können.


 


 

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