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Winston & Strawn Studie

Top-4-Risiken für multinationale Konzerne

Die Anwaltskanzlei Winston & Strawn LLP hat im Rahmen der Studie "Business Risk Survey 2013" Unternehmensjuristen multinationaler Konzerne aus Europa und den USA befragt. Thema der Befragung waren die Geschäftsrisiken, die eine Expansion über Landesgrenzen hinweg mit sich bringt. Dabei haben sich die vier größten Risikobereiche herauskristallisiert.

Vier signifikante Problemfelder bei multinationalen Konzernen sind grenzüberschreitende Joint Ventures und Allianzen in Wachstumsmärkten, Korruptionsbekämpfung, Kartell- und Wettbewerbsrecht sowie Datenschutz.

Die Studie "Winston & Strawn Business Risk Survey 2013" zeigt, wie ranghohe Unternehmensjuristen multinationaler Konzerne aus Europa und den USA diese Risikobereiche wahrnehmen und einschätzen, und bietet strategischen Rat, um ein Gleichgewicht zwischen Wachstum und Compliance herzustellen.

"Was einem US-Juristen den Schlaf raubt, kann sich deutlich von dem unterscheiden, was seine britischen oder europäischen Fachkollegen für ihre größten Geschäftsrisiken halten", sagte Thomas Fitzgerald kanzleiweiter Managing Partner von Winston & Strawn.

"Die Studie kommt dem Wunsch unserer Kunden nach, besser zu verstehen, wie andere marktführende Unternehmen mit grenzüberschreitenden Geschäftsrisiken umgehen. Sie bietet ausgezeichnete Vergleichsmaßstabsdaten, die darüber Aufschluss geben, wie gut oder schlecht ein multinationales Großunternehmen derzeit auf derartige Risiken vorbereitet ist, und was getan werden sollte."

Grenzüberschreitende Joint Ventures und strategische Allianzen in Wachstumsmärkten

Die Befragten hielten die unterschiedlichen kulturellen und geschäftlichen Praktiken sowie das Verständnis der örtlichen rechtlichen und regulatorischen Bedingungen für die beiden größten Risiken bei grenzüberschreitenden Joint Ventures und Allianzen in Schwellenmärkten. 

Das größte Risiko juristischer Probleme sahen die Befragten im asiatisch-pazifische Raum. Erwartungsgemäß gaben 60 Prozent der Befragten an, sich weniger Sorgen über Risiken in reifen Märkten zu machen.

"Unternehmen müssen früh ermitteln, was ihre wichtigsten Rechte sind, und dann entscheiden, an welche Stellen sie sich wenden werden, falls Rechte oder Rechtsmittel durchgesetzt werden müssen", sagte Zoë Ashcroft, Partnerin, Winston & Strawn London. "Neutrale Gerichtsbarkeiten, die keine tatsächlichen oder wahrgenommenen geografischen Heimvorteile zulassen, können hierbei helfen.

Im Hinblick auf Vertraulichkeitsinteressen könnte es allerdings besser sein, Streitigkeiten durch Schlichtungsverfahren oder Vermittlungsprozesse beizulegen."

Korruptionsbekämpfung

Von den vielen Strategien und Verfahren zur Verringerung von Bestechungs- und Korruptionsrisiken haben nur 45 Prozent der Befragten Überwachungsmechanismen zur Beurteilung der Effektivität ihrer Richtlinien implementiert, während 47 Prozent nicht davon überzeugt sind, dass ihr Unternehmen Drittparteien angemessen beaufsichtigt.

Die Befragten nannten den Vertrieb als das am höchsten gefährdete Segment und niedrige bis mittlere Manager als die anfälligsten Mitarbeiter für Korruptionsrisiken.

"Eine Risikobeurteilung ist ein unverzichtbarer Ausgangspunkt für die Entwicklung der Richtlinien und Verfahren, mit denen eine Organisation Bestechungs- und Korruptionsrisiken begegnet", sagte Gilles Bigot, Managing Partner, Winston & Strawn Paris.

"Training ist entscheidend und sollte sich neben internen Verfahren auch auf beteiligte Drittparteien erstrecken. Unternehmen wären gut beraten, Klauseln in Verträge mit Gegenparteien aufzunehmen, die den Ton für die Beziehung angeben und die angemessene Aufsicht zulassen."


 


 

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