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Zensus 2011

Neue Auswertungen zur saarländischen Bevölkerung

Im Saarland leben weniger Migranten als im Bundesdurchschnitt

Nach den nun endgültigen Zensusergebnissen besaßen 162 380 Saarländer am 9. Mai 2011 einen Migrationshintergrund. Zu diesem Personenkreis gehören neben Ausländer auch Deutsche, die nach 1955 zugewandert sind oder mindestens ein nach 1955 zugewandertes Elternteil haben.

Der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund lag im Saarland mit 16,3 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 19,2 Prozent. Dabei machten im Saarland Ausländer und Ausländerinnen 40,1 Prozent aller Personen mit Migrationshintergrund aus. Bei 97 330 Personen oder 59,9 Prozent handelt es sich um Deutsche mit Migrationshintergrund.

Außerdem zeigt sich, dass die Gruppe der Migranten deutlich jünger ist als die der Saarländer ohne Migrationshintergrund: Der Anteil der unter 25-Jährigen, also der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen lag bei den Migranten bei 32,5 Prozent, bei den Saarländer ohne Migrationshintergrund dagegen lediglich bei 20,9 Prozent.

Interessant ist auch der relativ geringe Anteil an Migranten über 65 Jahren, was darauf schließen lässt, dass viele Ältere in ihr Heimatland zurückkehren.

43,3 Prozent der saarländischen Migranten lebten seit über 20 Jahren in Deutschland, jede/r Zehnte war erst vor weniger als 5 Jahren zugezogen.

Große Unterschiede in der regionalen Verteilung der Religionszugehörigkeit

Weiter waren nach den endgültigen Ergebnissen gut vier von fünf Saarländer/innen am 9. Mai 2011 Mitglied der großen christlichen Religionsgesellschaften. So gehörten 63,3 Prozent der saarländischen Bevölkerung der römisch-katholischen und  20,1 Prozent der evangelischen Kirche an.

In der Gliederung auf Kreisebene zeigte sich, dass der Anteil der Katholiken im Landkreis Merzig-Wadern mit 81,4 Prozent am höchsten war. Gegenüber der Volkszählung 1987 lebten am Zensusstichtag 139 000 Katholiken und 29 500 Protestanten weniger im Saarland.

Jeder Vierte besitzt die Fachhochschul- oder Hochschulreife

Hinsichtlich Bildung und Erwerbsstatus zeigt sich, dass der Anteil der Personen ohne Schulabschluss zum Zensusstichtag im Saarland mit 4,4 Prozent etwas günstiger war als im Bundesdurchschnitt (4,7%). 47,3 Prozent der saarländischen Bevölkerung wies einen Haupt- oder Volksschulabschluss und fast jeder Vierte die (Fach-) Hochschulreife (24,9 %) auf.

Der Anteil der Saarländer ohne Berufsabschluss lag am 9. Mai 2011 bei 30,3 Prozent und war damit höher als in Deutschland insgesamt (26,7 %). Der Anteil der Erwerbstätigen erreichte nach Angaben des Statistischen Amtes 49 Prozent.

Von den 487 160 Erwerbstätigen waren 28 Prozent im Produzierenden Gewerbe beschäftigt. 22 390 Saarländer waren erwerbslos. Der Anteil an der Bevölkerung lag damit bei 2,3 Prozent und war somit 0,2 Prozentpunkte niedriger als im deutschen Durchschnitt.

Weitere endgültige Zensusdaten für das Saarland  finden Sie im Internetangebot des Statistischen Amtes unter www.statistik.saarland.de. Alle Zensusergebnisse stehen in der Zensusdatenbank ergebnisse.zensus2011.de zur Verfügung.

(Quelle: saarland.de)


 


 

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