Sie sind hier: Startseite SaarLorLux BizzTipps Geld
Weitere Artikel
Zinsen

Finanzexperten warnen vor weiterer Zinssenkung der EZB

Am Donnerstag, dem 05.06.2014, könnte die EZB die historisch tiefen Zinsen ein weiteres Mal senken. Auch die Einführung einer Strafgebühr für Geschäftsbanken gilt vielen als wahrscheinlich. Die Finanzbranche warnt angesichts dieser Prognosen vor einer Enteignung der Sparer.

Verlieren Sparer alles?

In zwei Tagen findet die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank in Frankfurt statt. Die Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft und des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes nutzen die Gelegenheit zu einem Aufruf in der „Bild“. Gemeinsam betonten sie, dass eine erneute Absenkung des Leitzinses die Sparer „enteignen“ würde.

Die Stabilitäts- und Sparkultur in Deutschland sei massiv gefährdet, nicht zuletzt aus dem Grund, dass die Verbandspräsidenten Europa bereits auf einem guten Weg sehen. Anerkannte Wirtschaftsexperten prognostizieren eine gute wirtschaftliche Entwicklung für dieses und nächstes Jahr. Weitere Zinssenkungen seien nicht zu erwarten. Auch bestünde keinerlei Deflationsgefahr, so die Verbandschefs.

Kommen die Strafzinsen?

Schon seit Wochen weisen Notenbanker darauf hin, dass eine Absenkung des Leitzinses unter 0,25 Prozent möglich sei. Zudem diskutiere man die Einführung eines Strafzinses für Geschäftsbanken, die größere Geldreserven bei der EZB lagern. Der Präsident des BVR Uwe Fröhlich warnte vor den Risiken. Ein Strafzins werde zu keiner Belebung der Kreditvergabe führen. Stattdessen könne es eine Reihe von Nebenwirkungen geben. Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende des Ifo-Istituts Hans-Werner Sinn im Gespräch mit der „Wirtschaftswoche“.

Die Verbandspräsidenten sehen die Gefahren vor allem auf Seiten der Sparer. Mit der Niedrigzinspolitik werde die unabdingbare Altersvorsorge nachhaltig geschädigt, so der Präsident des DSGV Georg Fahrenschon. Betroffen seien vor allem die Menschen in Deutschland, die ihr Geld in konventionelle sichere Anlagen stecken. Sie leiden besonders unter den niedrigen Zinsen.

Zur Sorgen sehen sich die Verbände weiterhin dadurch veranlasst, dass die Deutschen immer weniger sparen. Gerade jetzt, da die Menschen immer länger leben, müsse man mehr in die Altersvorsorgen investieren. Der Chef des GDV warnte, dass dies zu „massiven Lücken in der Altersversorgung künftiger Rentner“ führen könnte.

(Florian Weis)


 


 

Deutschen
Präsident
Altersversorgung
Zinssenkungen
Strafzins
Absenkung
Leitzinses
Geschäftsbanken
Einführung

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Deutschen" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: