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Altersvorsorge

Wie man am besten fürs Alter vorsorgt

Im Zuge des demografischen Wandels leeren sich die Rentenkassen immer mehr. Allein mit der Hilfe des Staates lässt es sich im Alter nur noch schwer sorgenfrei leben. Mit welchen Mitteln Sie sich über die staatliche Rente hinaus ein sicheres Polster schaffen, erfahren Sie hier. Wir haben uns die verbreitetsten Anlageformen einmal genauer angesehen.

Aktien

Entgegen der landläufigen Meinung sind Aktien solide Anlagen. Als Anteilseigner ist man an einem stabilen Sachwert beteiligt, der regelmäßig Erträge abwirft. Um sich gegen Schwankungen und Totalausfälle abzusichern, streut man seine Beteiligungen. Bewährt haben sich auf mehrere "Blue Stars" (wirtschaftsstarke Unternehmen wie z.B. Apple) verteilte Anlagen. Alternativ entscheidet man sich gleich für einen Aktienfonds , der eine Reihe verschiedener Unternehmensanteile enthält. Da die Werte von einem Fondsmanager verwaltet werden, hat man selbst keinen großen Aufwand damit. Es ist lediglich eine Gebühr zu entrichten.

Der Banksparplan

Ein Banksparplan ist eine Anlageform, bei der man jeden Monat einen festen Betrag anlegt. Wie hoch dieser ist, kann man selbst festlegen. Die Vorteile dieser von den meisten Kreditinstituten angebotenen Sparmethode sind eine hohe Sicherheit und ein ausgeprägter Zinseszinseffekt. Der Sparer kann die eingezahlten Beträge variieren und die Laufzeit des Vertrags ändern. Aufgrund der langfristigen Sicherheit sind Banksparpläne vor allem für ältere Menschen geeignet. Die Laufzeit kann bis zu 30 Jahren betragen.

Staatsanleihen und Bundeswertpapiere

Bundeswertpapiere sind eine besonders sichere Anlageform. Da die Bundesrepublik Deutschland auf absehbare Zeit nicht zahlungsunfähig sein wird, kann man davon ausgehen, sein Geld nicht zu verlieren. Die Nachteile der Staatsanleihe sind geringe Zinsen und die eingeschränkte Flexibilität. Während der Laufzeit der Anlage hat man keinen Zugriff auf sein Geld.

Immobilien- und Immobilienfonds

Beteiligungen an Immobilien gehören der Gruppe der Sachwertanlagen an. Ihr großer Vorteil ist ihre Sicherheit. Auch eine Inflation schmälert ihren Wert nicht. Darüber hinaus können sie Renditen abwerfen, wenn man sie vermietet. Als Alterswohnsitz bringen sie den Vorteil mit sich, dass man selbst keine Miete mehr zahlen muss. Ein Nachteil der Anlageform ist wie bei der Staatsanleihe die fehlende Flexibilität. Auf den materiellen Vermögenswert hat man keinen direkten Zugriff.

Die Kapitallebensversicherung

Diese Anlageform gehört für die meisten Deutschen zum Standard der Altersvorsorge. Sie vereint die Vorteile eines Sparplans mit denen einer Risiko-Lebensversicherung. Sie ist langfristig sicher und sorgt im Notfall für die Hinterbliebenen. Gewinne entstehen durch die Anlage der Beiträge. Dies übernimmt der Versicherer. Ein Nachteil besteht darin, dass es bei Verträgen, die nach 2005 geschlossen wurden, keine steuerbefreite Kapitalzahlung mehr gibt. Seit 2012 beläuft sich der Garantiezins nur noch auf 1,75 Prozent. Eine Fortsetzung dieser Entwicklung ist absehbar. Weitere Nachteile bestehen in geringen Provisionen und zusätzlich anfallenden Kosten für den Schutz bei Todesfällen.

Die private Rentenversicherung

Wie die Kapitallebensversicherung gehört die private Rentenversicherung zu den im deutschen Raum verbreitetsten Typen. Man unterscheidet zwei Typen, die Sofortrente gegen Einmalauszahlung und die aufgeschobene private Rentenversicherung. Bei dem ersten Typ bekommt man direkt nach dem Einzahlen eine lebenslange Rente ausgezahlt. Bei der aufgeschobenen Variante kann man entscheiden, ob man nach dem Einzahlen direkt eine Einmalauszahlung oder eine lebenslange Rente bekommen will. Stirbt der Einzahler vorher, erhalten seine Hinterbliebenen das Geld.

Der Rentenfonds

Rentenfonds sind nicht mit Rentenversicherungen zu verwechseln. Die Anlage erfolgt in Form festverzinslicher Wertpapiere wie Anleihen. Ein Fondsmanager legt sie in verschiedenen Werten an und verwaltet sie. Rentenfonds galten lange Zeit als besonders sicher. Seit der Schuldenkrise hat sich dieses Bild jedoch gewandelt. Der Anleger muss viel Wert darauf legen, dass sich die Wertstreuung auf stabile und nachhaltige Werte konzentriert. Vorteilhaft sind z.B. Staatsanleihen. Trotz der Sicherheit sind die Renditen recht niedrig.

(Marco Heinrich)


 


 

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