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Bildungsurlaub

Ansprüche geltend machen

Im Rahmen eines Bildungsurlaubs können Arbeitnehmer an offiziellen Veranstaltungen teilnehmen, die ihnen eine berufliche Weiterbildung ermöglichen. Einzige Voraussetzung ist eine Freistellung durch den Arbeitgeber. Erfahren Sie im Folgenden, wie die gesetzlichen Regelungen für bezahlte Freistellungen aussehen.

Bundesweite Situation

Der Bildungsurlaub hat seit 1974 eine gesetzliche Grundlage. Diese ist allerdings nicht bundesweit einheitlich. Angaben des "Tagesspiegels" zufolge, haben Arbeitnehmer in Thüringen, Sachsen, Baden-Württemberg und Bayern kein Recht auf bezahlten Urlaub für Weiterbildungen (Stand: 2013). Grund sind fehlende Bildungsurlaubsgesetze. In den anderen Bundesländern können Arbeitnehmer in zwei direkt aufeinanderfolgenden Jahren 10 Tage bezahlten Urlaub nehmen. Es sei darauf hingewiesen, dass es in Betrieben mit weniger als 50 Mitarbeitern Einschränkungen geben kann. Diese Regelung gilt unter anderem in Nordrhein-Westfalen.

Freie Schwerpunktwahl

Im Rahmen eines Bildungsurlaubs muss man sich nicht zwingend im eigenen Berufsfeld weiterbilden. Die Entscheidung für eine thematische Ausrichtung kann nach Belieben erfolgen. Beispiele für beliebte Weiterbildungen sind Sprach- und Programmierkurse.

Betriebliche Weiterbildungen sind eine Alternative zum Bildungsurlaub. Dabei werden Fähigkeiten und Kenntnisse aufgebaut, die für die Arbeitstätigkeit wichtig sind. Um an einer entsprechenden Maßnahme teilzunehmen, müssen Sie mit Ihrem Arbeitgeber sprechen. Beachten Sie hierbei allerdings, dass es keinen gesetzlichen Anspruch auf betriebliche Weiterbildungen gibt. Es besteht allerdings die Möglichkeit, eine Bildungsprämie in Anspruch zunehmen. Seit 2008 fördern EU und Bundesrepublik Weiterbildungen damit. Die Höhe der Prämie kann bis zu 500 Euro betragen. Die maximale Höhe ist die Hälfte des Gesamtbetrags.

Nur offizielle Veranstaltungen

Zur Auswahl eines Bildungsurlaubsangebots nutzen Sie vom Bundesland betriebene Datenbanken. So stellen Sie sicher, dass die Veranstaltungen gesetzlich anerkannt sind. Achten Sie auch darauf, Ihrem Arbeitgeber rechtzeitig Bescheid zu geben. Sechs Wochen vor Beginn des Kurses genügen.

(Marco Heinrich)


 


 

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