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Offene und geschlossene Fonds – wo liegt der Unterschied?

Nachdem sich die letzten beiden Artikel dieser Reihe mit den Grundlagen des Anlagefonds beschäftigt haben, geht es nun einen Schritt weiter. Über die inhaltliche Ausrichtung der Wertanlagen hinaus unterscheidet man offene und geschlossene Fonds.

Besonderheiten offener Fonds

Der offene Fonds ist die am weitesten verbreitete Form der gestreuten Anlage. Die meisten Investmentfonds gehören dieser Kategorie an. Offene Fonds zeichnen sich dadurch aus, dass Anleger jederzeit ein- und aussteigen können. Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass offene Fonds aus beliebig vielen Anteilen bestehen können. Ebenso unbeschränkt ist die Gesamtsumme der Anlage.

Charakteristika geschlossener Fonds

Bei geschlossenen Fonds gibt es nur eine begrenzte Summe von Fondsanteilen. Ist ein festgeschriebener Wert erreicht, kann kein Anleger mehr einsteigen. Die Zeit, während der ein Einkauf in den Fonds möglich ist, wird Zeichnungsfrist genannt. Dasselbe gilt für den Ausstieg. Der Anleger kann sich sein Geld erst auszahlen lassen, wenn die Laufzeit des Vertrags abgelaufen ist. Bei vielen geschlossenen Fonds ist darüber hinaus eine sehr hohe Mindestanlagesumme erforderlich. Nicht selten liegt sie bei mehr als 10.000 Euro.

Mit geschlossenen Fonds finanziert man Sachgüter wie Immobilien, Flugzeuge, Versorgerprojekte und Schiffe. Aufgrund des hohen Investitionsvolumens ist es erforderlich, dass das Geld für den gesamten Produktionszeitraum zur Verfügung steht. Die Laufzeit beträgt aus diesem Grund meistens mehr als 10 Jahre. Die Auflösung des Investmentfonds erfolgt in der Regel beim Verkauf des finanzierten Objekts.

Nachteile von geschlossenen Fonds

Anleger tragen ein großes Risiko. Wenn beim Investitionsobjekt Schäden auftreten, ist die Gesamtanlage gefährdet. Da man nicht kurzfristig aus einem geschlossenen Fonds austreten kann, ist man positiven wie negativen Entwicklungen ohne Reaktionsmöglichkeit ausgeliefert. Aufgrund der geringen Flexibilität ist der geschlossene Fonds nur erfahrenen Anlegern zu empfehlen.

Geschlossene Fonds werden normalerweise nicht an konventionellen Börsen gehandelt. Wenn ein Verkauf überhaupt möglich ist, gestaltet er sich häufig schwierig und verlustreich. Stattdessen handelt man gute Fonds auf Zweitmärkten. Nach eingehender Prüfung der Nachfrage lässt sich dort ein guter Verkaufspreis aushandeln. Trotz dieser Möglichkeiten sollten Anfänger eher zum offenen Fonds greifen.

(Marco Heinrich)


 


 

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