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KSG plant Erweiterung

Der in Gonsdorf ansässige Leiterplattenhersteller KSG plant Erweiterungen in Höhe von 14 Millionen Euro. Nachdem das Unternehmen vor 20 Jahren erst knapp einer Schließung durch die Treuhand entgangen war, gehört es heute zu den drei größten Branchenvertretern im deutschen Raum.

14 Millionen Euro Investitionen

Geschäftsführerin Margret Gleiniger betont im Gespräch mit der „Freien Presse“, dass man an einer erfolgreichen Zukunft im sächsischen Erzgebirgskreis arbeite. Man habe bereits drei Grundstücke als Reserve frei gezogen und sehe sich nun nach weiteren Flächen um. Zu konkreten Plänen werde man sich rechtzeitig äußern. Die Kapazitäten, die man im Jahr 2006 verdoppelt habe, seien allerdings bereits ausgereizt, so die Geschäftsführerin weiter.

Steile Entwicklung seit der Wende

Vor 20 Jahren hätte niemand geahnt, dass KSG einmal zu den drei umsatzstärksten Leiterplattenherstellern im deutschen Raum gehören würde. In Europa belegt man sogar Platz Fünf. Die Reprivatisierung des Gonsdorfer Unternehmens zog sich ganze 3,5 Jahre hin. Eine so lange Zeit sei sehr unüblich, so der Vorsitzende der Geschäftsführung Udo Bechtloff. Mit der Schließung der Leiterplattensparte durch die Treuhand -treuhand-die-uebertragung-von-rechten-an-dritte-_id43347.html'>Treuhand wollte sich jedoch keiner der heutigen Gesellschafter zufrieden geben. „Wir bekamen einen Geschäftsführer finanziert“ erinnert sich Magret Gleiniger im Gespräch mit der Freien Presse. Trotz der Unklarheit über den Ausgang der Reprivatisierung sollte er bereits Investitionen vorbereiten.

Eine bewegte Geschichte

Mit der Einführung der D-Mark seien viele Verträge mit östlichen Ländern nichtig geworden. Es haben die Devisen gefehlt, so die heutige Geschäftsführerin. Im Westen andererseits wollte man nicht auf die Lieferanten warten. Weitere Probleme gab es mit der Korrespondenz . Man besaß keine Telefonanlage. Faxe wurden per VW Jetta nach Gornsdorf gebracht.

Einen wesentlichen Beitrag zum Aufstieg der Firma habe Thomas Lindner geleistet. Der aus Chemnitz stammende Alteigentümer habe rigoros am Aufbau Ost festgehalten. Vor zwanzig Jahren konnte die Reprivatisierung dann schließlich abgeschlossen werden. Es folgten Stellenkürzungen und rote Zahlen. 1997 konnten dann erstmals Gewinne eingefahren werden. Udo Bechtloff stieß zum Unternehmen und brachte viele Erfahrungen über Kundenmanagement aus dem Westen mit. Seitdem konnte das Unternehmen stetig wachsen und seine heutige Position einnehmen.

(Marco Heinrich)


 


 

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