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ZIM-Förderung bringt Impulse für Sachsens Wirtschaft Zahlreiche Neuentwicklungen auf BMWi-Leistungsschau am 11. Juni in Berlin

Dresden. Ein automatisiertes Ladungssicherungssystem für Kleintransporter oder eine nachhaltige Lebensmittelfolie aus Lachskollagen auf dem 22. Innovationstag Mittelstand in Berlin belegen einmal mehr, dass Sachsens Wirtschaft unverändert hohe Innovationskraft besitzt. Das Technik-Open-Air des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zeigt darüber hinaus 200 weitere Innovationen in Form neuer Produkte, Technologien und Dienstleistungen aus dem gesamten Bundesgebiet, die vorrangig über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des BMWi gefördert wurden. Sächsische High-Tech-Firmen erhielten bislang Unterstützung für rund 4.400 Projekte.

Zu ihnen gehört das in Berlin gezeigte automatisierte Ladungssicherungssystem für Kleintransporterdes Sächsischen Textilforschungsinstituts e. V. (STFI) in Chemnitz, das in Zusammenarbeit mit der örtlichen TU und mehreren Industriepartnern entstand. Besonders für Fahrer von Kurier-Express-Paket-Diensten (KEP) ist das Hantieren mit Sicherheitsnetzen oder -gurten an den vielen Haltepunkten im Fahrzeug zeitraubend und mühselig. Die Neuentwicklung besitzt eine dreidimensional vorgeformte Netzkonstruktion aus Hochleistungsfasern mit integrierten „Netzverkürzern“, die sich problemlos an das unterschiedlich große Transportgut anpasst. Sie ist überdies mit einem Antirutschsystem und Gleitleisten ausgestattet, um das Beladen zu erleichtern. Das neue System ist bereits bei einem KEP-Dienstleister im Einsatz.

Rund 640 Millionen Euro bewilligte Fördermittel für den Freistaat

Das branchen- und technologieoffen konzipierte ZIM gilt seit Programmstart 2008 als Flaggschiff der Innovationsförderung des Bundes für kleine und mittlere Unternehmen. Bislang wurden für über 30.000 Forschungs- und Entwicklungsprojekte mehr als vier Milliarden Euro Fördermittel bewilligt – gut 640 Millionen Euro davon entfielen auf KMU aus dem Freistaat. Zu ihnen gehört das Betonwerk Schuster GmbH aus Cunewalde. Das Unternehmen zeigt auf der „Leistungsschau im Grünen“ ein betonbasiertes, energie- bzw. rohstoffsparendes Schallschutzsystem für Gleisstrecken. Durch die optimierte Verwendung geeigneten Materials, der Zusammensetzung der Elemente, Oberflächenform und Gesamtdicke verfügt es über eine besonders hohe Absorptionswirkung und Luftschalldämmung.

Wichtige Impulse für nachhaltige Innovationen liefert auch das vom BMWi betreute Programm zu Förderung von Forschung und Entwicklung gemeinnütziger externer Industrieforschungseinrichtungen in Ostdeutschland (INNO-KOM Ost). Das gemeinnützige Freiberger Forschungsinstitut für Leder und Kunststoffbahnen (FILK) kann als Ergebnis in Berlin ein Verfahren zur Herstellung von Kollagenfolien aus Lachshäuten präsentieren. Diese fallen in der Fischindustrie als Abfallprodukt beim Filetieren an. Das Lachskollagen wird extrahiert, anschließend vermahlen und dient dann als Grundstoff für die Herstellung von Folien, die etwa zur Verpackung von Lebensmitteln wie Wurst, Fleisch und Fisch zum Einsatz kommen.

Mit ihrem Auftritt auf dem Innovationstag wollen die Aussteller auch Kontakte zu künftigen Kooperationspartnern knüpfen und das Gespräch mit Vertretern großer Unternehmen suchen, die auf flexible, schnelle sowie effiziente Forschungs- und Entwicklungspartner angewiesen sind. Erneut werden auf dem Parkgelände der ausrichtenden AiF Projekt GmbH in Berlin-Pankow auch wieder zahlreiche Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Öffentlichkeit erwartet.

(Redaktion)


 


 

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