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Viele User gegen Tracking und Retargeting

Ein Großteil der Internetnutzer lehnt die Aufzeichnung des eigenen Surfverhaltens ab. Zu diesem Ergebnis kam das Social-Marketing-Unternehmen Communispace in einer aktuellen Umfrage. Während Seitenbetreiber aus der Analyse Rückschlüsse auf eine individuelle Kundenansprache ziehen, fühlen sich Nutzer häufig in ihrer Privatsphäre verletzt.

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User gegen Verfolgung des eigenen Surfverhaltens

Im Rahmen der Umfrage wurden 8.000 Online-User aus verschiedenen Ländern befragt. Den Ergebnissen zufolge lehnen 87 Prozent von ihnen eine Datenverfolgung ab. Besonders stark kristallisierte sich der Widerwille gegen die Datenanalyse zur Individualisierung von Werbeangeboten heraus. 87 Prozent der Befragten würden einen "Do-not-Track"-Button anklicken, wenn er sich auf der Seite befindet. 30 Prozent gaben überdies an, dass sie sogar einen kleinen Preis für das Abschalten des Trackings bezahlen würden.

Jüngere Nutzer für Tracking mit Gegenleistung

Ganz anders äußerten sich 60 Prozent der Befragten dahin gehend, dass sie ihr Surfverhalten gegen kleine Boni wie Coupons oder Aktionen gern analysieren lassen würden. Hierbei handelte es sich in erster Linie um jüngere Umfrageteilnehmer. Bei den Älteren lag der Wert mit 38 Prozent deutlich niedriger. Bemerkenswert ist der Umstand, dass sich viele User bereits mit einem Rabatt von 5 Prozent zufriedengeben würden. Daran wird deutlich, dass viele von ihnen den Wert ihres individuellen Surfverhaltens für Marketingtreibende nicht abschätzen können.

Vorbehalte gegen Retargeting

Ganze 62 Prozent der Befragten gaben an, beim Einkauf selbstständig wählen zu wollen, ohne dabei Vorschläge auf Grundlage ihres bisherigen Suchverhaltens zu erhalten. Nur 12 Prozent äußerten sich hierzu positiv. 24 Prozent wollen spezielle Angebote erhalten, nachdem sie verschiedenen Händlern ihre Kaufwünsche mitgeteilt haben.

Welche Konsequenzen ergeben sich für das Marketing?

An den Umfrageergebnissen lässt sich deutlich ablesen, dass die Menschen beim Thema Privatsphäre sehr empfindlich geworden sind. Hierzu dürfte nicht zuletzt der NSA-Skandal beigetragen haben. Marketer müssen dies berücksichtigen und in ihren Datenschutzerklärungen einen Hinweis auf das Tracking einbinden. Auf Bedarf muss es dem Kunden möglich sein, die Aufzeichnung individuellen Surfverhaltens zu deaktivieren. In Deutschland ist diese Option bereits verpflichtend.

(Marco Heinrich)


 


 

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