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Unternehmensnachfolge

Wann muss der Inhaber aktiv werden?

In den nächsten Jahren steht bei einer großen Anzahl mittelständischer Betriebe der Generationswechsel an. Hierauf sollte man sich als Unternehmer frühzeitig einstellen. Häufig wird die Unternehmensnachfolge zu spät eingeleitet.

Dies kann für Eigentümer, deren Familie und die Mitarbeiter des Betriebes dramatische Konsequenzen haben. Muss der Betrieb abgewickelt werden, weil sich eine Nachfolge nicht mehr umsetzen lässt, ist zumindest das Lebenswerk dahin. Die Abwicklung kann zudem eine erhebliche Kostenbelastung für die Eigentümer bedeuten. Die Angestellten verlieren ihre Arbeitsplätze. Dies kann selbst bei Unternehmen geschehen, die sich bislang erfolgreich am Markt behauptet haben und mit genügend Kapital ausgestattet sind. Die Frage der Unternehmensnachfolge sollte daher frühzeitig und offensiv angegangen werden, um den Fortbestand des Lebenswerks zu sichern und Arbeitsplätze zu erhalten. In der Regel sollte der Unternehmensinhaber 3-5 Jahre vor dem geplanten Ausscheiden damit beginnen, sich konkret mit einer Unternehmensnachfolge auseinandersetzen.

Welche Arten der Unternehmensnachfolge bestehen?

Die Art der Unternehmensnachfolge hängt u.a. vom in Betracht kommenden Nachfolger und der Organisationsform des Unternehmens ab.

Als Nachfolger kommen grundsätzlich in Betracht:

  • Familienmitglieder
  • Externe Nachfolger
  • Mitarbeiter des Betriebes (Management-Buy-Out).

Soll das Unternehmen an Familienmitglieder übertragen werden, sind nachfolgende Übertragungswege naheliegend:

  • Schrittweise Übertragung auf die Nachfolgegeneration durch deren Beteiligung am Unternehmen
  • Vorweggenommene Erbfolge bzw. Schenkung
  • Gewillkürte Erbfolge per Testament/Erbvertrag in Verbindung und unter genauer Abstimmung mit den Regelungen im Gesellschaftsvertrag

Daneben steht der große Bereich der Unternehmensnachfolge durch einen Verkauf des Unternehmens. Hier gibt es im Wesentlichen zwei unterschiedliche Varianten:

  • Verkauf des Unternehmens in Gestalt aller dazugehöriger Wirtschaftsgüter, einschließlich des Kundenstamms und des Know-Hows (sog. „Asset-Deal“)
  • Bei Gesellschaften der Verkauf der Gesellschaftsanteile (sog. „Share-Deal“)

Beratung bei der Unternehmensnachfolge

Die Wahl des Nachfolgers, der Art der Übertragung und der Nachfolgeprozess selbst sind komplexe Themen. Neben der persönlichen Komponente stellen sich eine Vielzahl rechtlicher und steuerlicher Fragen, von deren richtiger Handhabung der Erfolg der Unternehmensnachfolge maßgeblich abhängt. Das betrifft insbesondere:

  • Die Vorbereitung des Unternehmens auf die Nachfolge, wie zB die etwaige Umwandlung eines einzelkaufmännischen Unternehmens in eine Gesellschaft
  • Erstellung rechtssicherer Vertragsdokumente, insbesondere eines Unternehmenskaufvertrages
  • Wahl der für die Beteiligten steuerlich günstigsten Gestaltungsform
  • Regelung der Haftung des Veräußerers und des Nachfolgers
  • Belegschaftsübernahme samt arbeitsrechtlicher Fragestellungen
  • Einbettung der gesamten Unternehmensnachfolge in ein erbrechtliches Konzept

Die Unternehmensnachfolge ist dabei für alle Beteiligten eine Zäsur, die in dieser Form im Leben nicht häufig vorkommt. Damit sie gelingt, empfiehlt es sich, mit auf dem Gebiet der Unternehmensnachfolge erfahrenen Beratern, Rechtsanwälten und Steuerberatern, zusammen zu arbeiten.

(RA Andreas Ortlepp und StB Marcus Peter)


 


 

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