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Deutschland investiert vergleichsweise wenig in Schienennetz

(ddp.djn). Deutschland investiert im europäischen Vergleich wenig in sein Schienennetz. Mit Ausgaben von 47 Euro pro Kopf im vergangenen Jahr liege die Bundesrepublik nur an neunter Stelle, ergab eine am Freitag von der Allianz pro Schiene vorgestellte Untersuchung.

Spitzenreiter Schweiz habe sich den Ausbau des Schienennetzes hingegen 284 Euro pro Einwohner kosten lassen.

Besserung ist nach Ansicht des Geschäftsführers der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, nicht in Sicht. Der Entwurf des Koalitionsvertrages von Union und FDP sei «bahnpolitisch ein Entwurf des Stillstands» und verkehrspolitisch ein Rückschritt, da die Straßenlobby sich durchgesetzt habe. Infrastrukturpolitik im Bahnbereich finde stets «nach Kassenlage» statt, es gebe aber keine Ziele für den Marktanteil oder ein Klimaziel für den Verkehrssektor. Dies sei in anderen europäischen Staaten anders.

Flege forderte, bei der Finanzierung des Schienennetzes sei das mindeste, «dass wir in Deutschland italienische Verhältnisse bekommen». Italien investiert laut der Erhebung 60 Euro pro Kopf in sein Schienennetz und liegt damit unmittelbar vor der Bundesrepublik.

Die Allianz pro Schiene ist ein Bündnis aus 16 Verbänden zur Förderung des Schienenverkehrs. Mitglieder sind Umweltverbände, bahnfreundliche Automobilclubs, Bahngewerkschaften und Eisenbahnverbände.

(Redaktion)


 


 

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