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Initiative gegen Analphabetismus

Grundbildung verbessern

Grundbildung durch arbeitsbezogene Lernangebote verbessern. / Menschen mit geringer Grundbildung öffnen sich aus Scham und Angst um den Arbeitsplatz nur selten von selbst. / Alfred Fröhlich steht als Ansprechpartner bereit. /

HAMBURG. Laut einer aktuellen Studie sind in Deutschland rund 2,3 Millionen Menschen zwischen 18 und 64 Jahren nicht in der Lage, zusammenhängende Sätze zu lesen oder zu schreiben. Damit gelten vier Prozent aller Erwerbsfähigen als Analphabeten. Noch gravierender ist die Zahl derer, die vom sogenannten funktionalen Analphabetismus betroffenen sind. Etwa 7,5 Millionen beziehungsweise 14 Prozent der erwerbsfähigen Deutschen können zwar einzelne Sätze lesen oder schreiben, nicht jedoch zusammenhängende, auch kürzere Texte, wie zum Beispiel eine schriftliche Arbeitsanweisung, verstehen.         

Das Verbundprojekt „Grund: Bildung und Wirtschaft“ entwickelt Konzepte, um Defizite in der Grundbildung von Angestellten in Kooperation mit ihren Betrieben aufzuarbeiten. Hierzu werden individuelle, auf die Betriebe und ihre Mitarbeiter abgestimmte, Lehrpläne entwickelt und umgesetzt. Alfred Fröhlich, Projektleiter der Stiftung Berufliche Bildung: „Die Betriebe können profitieren, wenn durch bessere Bildung Arbeitsprozesse fehlerfrei laufen. Die Beschäftigten gewinnen neben einer besseren beruflichen Eignung auch persönlich an Lebensqualität.“ Die größte Herausforderung bei der Umsetzung grundbildungsfördernder Maßnahmen ist es, die Betroffenen zur Teilnahme zu bewegen. Oftmals ist die Scham und nicht zuletzt die Sorge, den Arbeitsplatz zu verlieren, so groß, dass viele lieber versuchen die Schwächen zu verbergen. Zudem muss für die Betriebe eine klare Verbesserung der Arbeitsleistung durch die Kurse erkennbar sein. Wenn im Betrieb und während der Arbeitszeit Weiterbildungen stattfinden, entgehen den Betrieben Arbeitsstunden, die kompensiert werden müssen.      

Die Unternehmen der Stiftung Berufliche Bildung haben  die berufliche Qualifizierung und (Wieder-) Eingliederung in den Arbeitsmarkt sowie Dienstleistungen auf dem Gebiet Human Ressources für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zum Zweck. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, die Integration von Benachteiligten in den Arbeitsmarkt zu fördern.

(Redaktion)


 


 

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