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Investitions-Klima

Immobiliensektor im Südosten Schleswig-Holsteins stärkster Treiber für Investitionen

"Bau, Kauf und Modernisierung von Häusern und Wohnungen boomen", sagte der Vorstandsvorsitzende der IB.SH Erk Westermann-Lammers

Im Südosten Schleswig-Holsteins ist der Immobiliensektor stärkster Treiber für Investitionen. Das geht aus der Jahresstatistik 2013 der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) für die Hansestadt Lübeck sowie die Kreise Herzogtum Lauenburg, Ostholstein, Stormarn und Segeberg hervor. "Es gibt einen Boom bei Bau, Kauf und Modernisierung von Häusern und Wohnungen – das führt dazu, dass in der Region Lübeck weiter kräftig investiert wird", sagte der Vorstandsvorsitzende der IB.SH, Erk Westermann-Lammers heute (10. April 2014) im IB.SH-Büro Lübeck im Haus der Wirtschaft.

Die Nachfrage nach Förderkrediten der IB.SH für Immobilien stieg 2013 in dieser Region auf 221 Mio. Euro (Vj. 191 Mio. Euro). Die Mittel werden zum einen im Rahmen des Konsortialkreditgeschäfts mit Banken und Sparkassen direkt vergeben. Daneben hat die IB.SH eine wesentliche Förderfunktion als Refinanzierungsbank für die regionale Kreditwirtschaft, die aus diesen Förderrefinanzierungen Immobilienkredite an ihre Kunden vergibt. Die Förderbank des Landes führt die gestiegene Investitionsbereitschaft in die eigene Immobilie auf das anhaltend niedrige Zinsniveau und den Willen der Immobilienbesitzer zur energetischen Sanierung zurück. Im Privatkundengeschäft hat die IB.SH in dieser Region im Jahr 2013 fast 2.000 Familien zu Wohneigentum verholfen.

Schwerpunkte im Mietwohnungsbau waren die Förderberatungen im Rahmen der "Offensive für bezahlbares Wohnen" der Landesregierung. Mit der Förderung entsteht hochwertiger moderner Wohnraum, der für Eigennutzer bezahlbar ist oder zu günstigen Mietpreisen angeboten werden kann und einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leistet. "Mit unserer Immobilienförderung ermöglichen wir Investitionen, die auch ein gewaltiges Konjunkturprogramm für das Handwerk der Region sind", betonte Westermann-Lammers.

Die gestiegene Nachfrage nach Fördermitteln der IB.SH für Immobilien zeigte sich sowohl in der Hansestadt Lübeck (von 36 auf 52 Mio. Euro) als auch in den Kreisen Herzogtum Lauenburg (von 39 auf 47 Mio. Euro), Segeberg (von 39 auf 54 Mio. Euro) und Stormarn (von 27 auf 39 Mio. Euro). Die Entwicklung entspricht dem Landestrend. Lediglich im Kreis Ostholstein sank die Summe der Fördermittel (von 50 auf 30 Mio. Euro). Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Kreditinstitute in Ostholstein mit 13 Mio. Euro (Vj. 33 Mio. Euro) einen deutlich geringeren Bedarf an Refinanzierung von Immobilienkrediten durch die IB.SH hatten. Damit ist nach einer ungewöhnlich starken Nachfrage nach Refinanzierung im Jahr 2012 eine Normalisierung eingetreten. Demgegenüber blieb die Nachfrage nach direkten Förderkrediten für Immobilien, die die IB.SH im Konsortialgeschäft mit Sparkassen und Banken vergibt, in Ostholstein mit 17 Mio. Euro exakt auf dem Vorjahresniveau.

In der Wirtschaftsförderung bleibt der 2011 gemeinsam mit dem Land eingeführte Mikrokredit ein Erfolgsschlager. Der Mikrokredit unterstützt Existenzgründerinnen und - gründer mit Summen zwischen 3.000 und 15.000 Euro. Im Südosten Schleswig-Holsteins hat die IB.SH auf diesem Weg 27 (Vj. 29) Existenzgründungen ermöglicht. Vor allem Ostholstein erwies sich als "Gründerkreis". Hier nutzten 10 (Vj. 9) Gründerinnen und Gründer den IB.SH-Mikrokredit für den Weg in die Selbstständigkeit. "Der Mikrokredit trägt mit dazu bei, dass Schleswig-Holstein ein Gründerland ist. Nach dem KfW-Gründungsmonitor 2013 liegt das Land bei den Vollerwerbsgründungen auf Platz 3 hinter den Stadtstaaten Berlin und Hamburg“, so Westermann-Lammers.

Die Kommunalförderung der IB.SH (Kredite an Kommunen und kommunalnahe Unternehmen), blieb 2013 im Südosten Schleswig-Holsteins mit 192 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Die Entwicklung in den einzelnen Kreisen ist sehr unterschiedlich, weil der Mittelbedarf von den jeweiligen Projekten abhängt und stark schwankt.

Außerdem flossen aus den beiden Zukunftsprogrammen Arbeit und Wirtschaft wie im Vorjahr 32 Mio. Euro Zuschüsse in den Südosten des Landes. Mit diesen Landesprogrammen werden wichtige Impulse für die heimische Wirtschaft ausgelöst.

 

Ausblick:
Ein Großteil der Bevölkerung entscheidet sich für Immobilienvermögen. Daher erwartet die IB.SH auch 2014 eine starke Nachfrage im Privatkundengeschäft Immobilien. Im Mietwohnungsbau wurden Ende 2013 die Konditionen der Sozialen Wohnraumförderung des Landes für Neubau und Modernisierung erheblich verbessert. Infolgedessen werden eine steigende Investitionsbereitschaft der Investoren und eine deutlich höhere Nachfrage nach Fördermitteln bereits jetzt festgestellt. "Die ‘Offensive für bezahlbares Wohnen‘ des Landes greift", sagte Westermann-Lammers.

(Redaktion)


 


 

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