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Kolumne: Benimm-Tipp

Mein kleiner Weihnachts-Knigge

Nun steht sie wieder vor der Tür, die "fettnäpfchenreichste" Zeit des Jahres. Rund um Glühwein, Geschenke und Glückseligkeit gibt es so manche Stolperfallen. Für ein paar davon gibt es hier Abhilfe.

Weihnachtsfeier

Die alljährliche Weihnachtsfeier ist für viele ein Graus. Aber es hilft nichts, absagen ist nur bei wirklich triftigen Gründen erlaubt. Ziehen Sie sich was nettes an, trinken Sie Alkohol in Maßen oder verzichten Sie ganz darauf und unterhalten Sie sich mit Kollegen, zu denen Sie sonst wenig Kontakt haben. Stecken Sie alle mit Ihrer guten Laune an und perfektionieren Sie Ihre Smalltalk-Fähigkeiten. Dann wird es sicher ein netter Abend.

Schenken

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft und das gilt natürlich nicht nur zu Weihnachten. Allerdings ist damit kein Wettbewerb gemeint. Geschenke sollen weder beschämen noch frustrieren. Sie sollten also das richtige Maß treffen. Das wird in der Familie oder dem Freundeskreis anders aussehen, als bei Nachbarn, Bekannten oder Kollegen.

Auch die Dienstleister Ihres Vertrauens freuen sich zu Weihnachten über eine zusätzliche Anerkennung Ihrer Leistung. Vielleicht verpacken Sie einen Geldschein kreativ oder Sie suchen etwas aus, von dem Sie wissen, dass Sie damit Freude bereiten.

Weihnachtspost

Kennen Sie das auch? Sie haben Ihre Weihnachtspost rechtzeitig erledigt und freuen sich auf ein entspanntes Fest, aber am Heiligen Abend flattert Ihnen noch ein Weihnachtsgruß von einer Freundin ins Haus, an die Sie in diesem Jahr überhaupt nicht gedacht haben. Was nun? Mein Tipp: Schreiben Sie einen Neujahrsgruß und bedanken Sie sich auf diesem Wege gleich für die Weihnachtskarte.

Fernseher

Darf man an Weihnachten Fernsehen?

1. Antwort: Natürlich, wer will es Ihnen verbieten?

2. Antwort: Wenn Sie am Heiligabend fernsehen möchten, sprechen Sie das am besten mit allen an der Abendgestaltung Beteiligten ab. Jeder hat da so seine eigenen Vorstellungen, aber Gewalt und Katastrophen eigenen sich nicht für diesen feierlichen Anlass. Als Zeitüberbrückung bis zur Bescherung kann der Fernseher aber durchaus ein Segen sein.

Kirche

Für viele Menschen gehört zum Weihnachtsfest auch der Besuch der Kirche. Wenn sie bisher noch keinen Weihnachtsgottesdienst erlebt haben und in diesem Jahr der Schwiegermutter zuliebe mitgehen sind hier die Basics für den Kirchenbesuch:

Vermeiden Sie lautes Reden, drängeln Sie nicht durch die Reihen und gönnen Sie Ihrem Smartphone eine Pause. Mitsingen wäre schön, ist aber kein Muss. Applaus ist während des Gottesdienstes unangebracht, bei einem Konzert in der Kirche aber durchaus üblich.

Beim Krippenspiel geht es etwas turbulenter zu. Wenn das nicht so Ihr Fall ist, gehen Sie lieber am Abend zur Christfeier. Dort sollten Eltern mit kleinen Kindern auch Rücksicht auf die anderen Besucher nehmen und lieber hinaus gehen, als einen Tobsuchtsanfall mit entsprechendem Gebrüll auszusitzen.

Denken Sie daran Geld einzustecken, denn am Ende des Gottesdienstes ist es üblich, einen Geldbetrag für Bedürftige zu spenden. In der evangelischen Kirche wird zu Weihnachten immer für Brot für die Welt gesammelt.

Weihnachtsgans

Kulinarisch gesehen gibt es zu Weihnachten die unterschiedlichsten Traditionen. Bei den einen ist es immer Kartoffelsalat und Würstchen, die anderen lieben die Geselligkeit bei Fondue oder Raclette und bei vielen ist es der klassische Gänsebraten.

Hierbei ist es dann von Vorteil, wenn man beim Tranchieren weiß, was zu tun ist. Dieses kleine Video hilft Ihnen dabei.

Besonders, wenn die Tafel festlich gedeckt ist und Koch oder Köchin mit viel Liebe und Aufwand gekocht haben, sollten Sie Ihre hervorragenden Tischmanieren präsentieren.

Umtauschen

Nicht immer trifft man den Geschmack jedes Beschenkten. Beim Überreichen aber schon von den Umtauschmöglichkeiten zu sprechen, ist allerdings schlechter Stil. Warten Sie die Reaktion auf Ihr Geschenk ab und entscheiden Sie dann, ob Sie dieses Angebot machen.

Sie selbst sollten nicht nach dem Kassenzettel fragen, um das Präsent tauschen zu können. Weiterverschenken ist allerdings auch keine Alternative.

Die Geste und die Gedanken die sich ein Mensch bei der Auswahl gemacht hat, zählen mehr als das Geschenk an sich.

SMS schreiben

Es kommt sehr darauf an wer der Empfänger ist und wann Sie Ihre Nachricht schreiben. Ihre Freunde, mit denen Sie viel auf diese Art kommunizieren , werden sich sicher über einen Gruß freuen. Ihre Großeltern, die das Handy nur für Notfälle hat, finden diese Art wahrscheinlich nicht so gut. Schreiben Sie die Nachrichten aber am besten, wenn Sie allein sind; während des festlichen Abendessens oder in der Kirche werden Sie wohl eher für Unmut sorgen.

Bedanken

Jedes Geschenk, ob passend, geschmacklos oder umwerfend hat einen Dank verdient. Auf welche Weise Sie das erledigen, hängt von Situation, Geber und Art des Geschenks ab. Wichtig ist der Zeitpunkt! Als Faustregel gilt: Je eher, desto besser. Lassen Sie sich nicht zu lange Zeit. Erst nach fünf Wochen zu reagieren ist unhöflich und wirkt peinlich. Bei der Art und Weise haben Sie einen Strauß von Möglichkeiten. Die Großmutter freut sich über einen Anruf oder einen Brief, die Freundin über eine ausführliche Mail und Kollegen über eine SMS. Auch Sprachnachrichten, Skype-Gespräche und Postkarten sind ein Weg, Danke zu sagen. Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf.  

So vorbereitet sollten die Tage um Weihnachten für Sie entspannt zu überstehen sein.

Ich wünsche Ihnen ein geruhsames Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Ihre Marlies Smits  

(Marlies Smits)


 


 

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