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Kolumne: Benimm-Tipp

Wer wartet schon gern? Pünktlichkeit und ihre Tücken

Schon Napoleon hatte so seine Probleme mit der Pünktlichkeit seiner Mitmenschen. Von ihm stammt der Satz "Es gibt Diebe, die von Gesetzen nicht bestraft werden, obwohl sie dem Menschen das Kostbarste stehlen: die Zeit".

Wenn ich in meinen Seminar die Teilnehmer nach ihren wichtigsten Höflichkeitssignalen frage, dann ist die Pünktlichkeit immer dabei. Allerdings rangiert sie nicht unbedingt auf Platz eins der Skala.

Auf andere warten zu müssen ist einfach ärgerlich, besonders wenn es immer die gleichen Personen sind, die zu spät zu einer Verabredung oder einem Meeting kommen.

Hier helfen nur klare Worte, wenn Sie möchten, dass sich etwas ändert.
Schildern Sie ruhig, wie sehr Sie sich ärgern und wie wenig Sie sich wertgeschätzt fühlen. Für mich sind fünfzehn Minuten die Schallgrenze; ist der 'Wiederholungstäter' bis dahin nicht erschienen, gehe ich.

Mit rechtzeitigem Erscheinen unterstreichen Sie Ihre Professionalität und werden als zuverlässig wahrgenommen, und das ist im beruflichen Bereich ebenso wichtig, wie im Privatleben.

Trotz aller Planung gelingt es aber leider nicht immer, den Zeitrahmen einzuhalten.
Auch wenn Sie einen guten Zeitpuffer für Unvorhergesehenes einplanen, wozu ich Ihnen rate, kann es immer mal sein, dass Sie zu spät kommen.

Als höflicher Mensch werden Sie dann zu Ihrem Telefon greifen und Ihre Verspätung ankündigen. Entschuldigen Sie sich dafür und fragen Sie, ob Ihr Gesprächspartner auf Sie warten möchte oder kann. Bei unserer engen Zeitplanung heute, kann es ja durchaus sein, dass Anschlusstermine geplant sind.

Verspäten Sie nur um zwei, drei Minuten reicht eine kurze Entschuldigung. Verzichten Sie aber lieber auf fadenscheinige Ausreden. 'Meine Katze ist in der Katzenklappe stecken geblieben' klingt zwar sehr fantasievoll, glaubwürdig ist so eine Begründung aber eher nicht.
Es gibt aber auch noch eine andere Form von Unpünktlichkeit: Wer bei privaten Einladungen zu früh erscheint ist auch unpünktlich. Lassen Sie den Gastgeber lieber in Ruhe seine Vorbereitungen beenden und vertreiben Sie sich die Wartezeit mit einer kurzen Runde um den Block.

Übrigens: Andere Länder – andere Sitten. Die Pünktlichkeit hat nicht überall den gleichen Stellenwert. Im Berufsleben wird sie von uns Deutschen aber immer erwartet.

Und nun Hand aufs Herz? Wie wertschätzend und höflich gehen Sie mit der Zeit Ihrer Mitmenschen um? Oder wären Sie in den Augen Napoleons etwa ein Dieb?

Es grüßt Sie herzlich

Ihre Marlies Smits

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(Marlies Smits)


 


 

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