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Online-PR

Öffentlichkeitsarbeit im Web – wenig Öffentlichkeit, viel Arbeit?

Wer im Internet sein Geld verdient, sollte auch im Internet sichtbar sein. An SEO-Aktivitäten für die gute Tante Google kommt natürlich niemand vorbei, aber gibt es da nicht auch noch sogenannte Online-PR?

Wie es im Print-Bereich läuft

Klassische Pressearbeit im B2B -Bereich versorgt entweder ausgewählte Fachmedien mit Hintergrundinformationen für die zuständigen Redakteure oder lanciert komplett selbst verfasste Meldungen als Gastautoren-Beiträge. Diese Vorgehensweise ist sehr mühsam und immer vom Interesse und Wohlwollen der Journalisten abhängig. Eine Veröffentlichungsgarantie gibt es selten, die Redaktionen bestehen auch in den meisten Fällen auf Exklusivrechten am Artikel.

Online-PR verfolgt einen anderen Ansatz

Eine an den journalistischen Vorgaben orientierte Meldung wird auf verschiedenen nationalen oder internationalen Portalen veröffentlicht und interessierten Medien, Nachrichtenseiten oder Privatpersonen zur Verfügung gestellt. Durch eine Strukturierung nach Themenbereichen und Regionen sind die Mitteilungen sehr einfach zu finden und idealerweise als PDF zu sichern. Viele verwertende Nachrichtenseiten verlinken auch direkt und veröffentlichen selbst nur Vorschauen.

Neben dieser bequemen Möglichkeit, Meldungen über die eigene Geschäftstätigkeit in die (Online-)Öffentlichkeit zu bringen und Produktinnovationen zu promoten, schätzen viele Nutzer auch besonders den zweiten Aspekt von Online-PR: das verbessserte Ranking in Suchmaschinen sowie die legale Generierung von Backlinks. Je mehr seriöse Seiten auf Ihr Online-Angebot weisen, desto höher werden Sie von Google bewertet. So finden Ihre potentiellen Kunden Sie wesentlich schneller bei ihrer Online-Recherche nach geeigneten Anbietern. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf Ihren Umsatz. Zwar hat die marktbeherrschende Suchmaschine die Bedeutung der Backlinks reduziert, trotzdem sollte man niemals auf die Rückverlinkung verzichten, sonst wird das Grundprinzip des Internets ad absurdum geführt.

Damit Ihre Pressemitteilung nun auch tatsächlich von den Online-Portalen aufgenommen wird und viele Leser (und potentielle Kunden) findet, gibt es ein paar Gesichtspunkte zu beachten:

Die klassischen Anforderungen für Pressemitteilungen im Print-Bereich gelten auch weitestgehend für Online-Meldungen,

  • mindestens 400 Wörter, mehrere verifizierte Zitate in Anführungszeichen
  • Unterteilung in Kopfzeile, Headline, Kurzmeldung/Einstiegstext, Langtext, Presse-Kontakt/Ansprechpartner und Abbinder/Boilerplate/Unternehmensinfo

Nicht vergessen werden darf der tatsächliche Aufmerksamkeitswert. Der Leser interessiert sich nicht für dröge Status-Quo-Meldungen, er möchte emotional berührt oder mindestens unterhalten werden. Aktualität, Nutzen/Nähe, Human Interest, Originalität und Neuheit sind Schlagwörter, die bei der Formulierung helfen.

Auswahl und Veröffentlichung

So weit, so gut. Nun gibt es angeblich weit über 200 Online-Portale alleine in Deutschland. Und diese unterscheiden sich zum Teil erheblich in den Anforderungen an Zeichenlänge, Meldungs-Struktur und erlaubten Bildgrößen. Die Suche nach dem passenden Portal gerät für Selbstständige und Einzelunternehmer dann oft zur Sisyphos-Aufgabe, da sich viele Portale bei näherem Blick auch als Klone anderer Online-Nachrichten-Hubs herausstellen. Das Einstellen der Meldungen per Copy-and-Paste sollte man wegen des Zeitaufwands tunlichst vermeiden, dafür gibt es schon preisgünstige Hilfsprogramme.

Zwar gibt es einige Service-Anbieter. die für eine geringe Gebühr ca. 100 Portale via. XML-Schnittstelle mit Ihrer Meldung versorgen. Da sollte man aber nicht zuviel erwarten, da die einzelnen Seiten sehr unterschiedliche Vorgaben bezüglich der Felder haben – mal gibt es eine Mindestzeichenanzahl für die Headline, dann wieder eine abweichende Maximal-Länge. Einige wollen einen Titel neben der Headline, andere bestehen auf eine Subheadline. Hier darf ein Bild maximal 500 Pixel breit sein, dort muss es eine Mindestbreite von 750 Pixel aufweisen.

Fazit

Es bleibt einem meist nichts anderes übrig, als sich intensiv mit den einzelnen Portalen zu beschäftigen. Vorraussetzung für eine Verbesserung Ihrer Sichtbarkeit im Internet bleibt natürlich immer noch ein interessanter und knackiger Text.

Alternativ können Sie natürlich auch einen Blick auf mein Online-PR-Komplett-Paket werfen. Das sei aber nur am Rande erwähnt ;-)

(Jörg Hüttmann)


 


 

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