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"Seitenbacher Verarsche"

Tapetenunternehmen nimmt Naturkostunternehmen auf die Schippe

Seit einiger Zeit wird das Radio zum Werbemittel überhaupt, auf diesen Zug ist auch ein Tapetenhersteller gesprungen. Die Zuhörer können, im Wechsel mit Nachrichten und anderen Werbungen, pfiffige Werbesprüche hören.

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„Woischd Karle, du sollschdemol a Raufaser tapaziere“ kann über die Lautsprecher des Radios vernommen werden. Einige Radiozuhörer haben mittlerweile die Botschaft dahinter verstanden. "Des is die Tapet die auschsieht, wie wenn du feinschtes Müsli an der Wand hättst." Einige Hörer wundern sich über diesen Slogan, denn Müsli an der Wand? Wer will das schon haben. Allerdings weiß kein Hörer, um welches Unternehmen es bei dieser Werbung geht, denn es werden weder Namen noch Preise genannt. Zwar wird inzwischen für einige Zuhörer werden diese Art der Radiowerbung anstrengend und nervenaufreibend, aber den Sender wechselt keiner, denn der Slogan bleibt auf jeden Fall im Gedächtnis.

Viele sind der Meinung, das Naturkostunternehmen Seitenbacher habe seine Finger mit im Spiel. Da unterliegen sie einem Irrtum. Der wohl bekannteste Satz des Unternehmens Seitenbacher "Woischd Karle, du sollschdemol e Seitenbacher Müsli esse", ist in der Werbung schon eine richtige Legende und wurde vom Tapetenhersteller Erfurt & Sohn ganz bewusst gewählt. Der Sprecher des Hauses, Lars Jentzen, erklärt, dass es sich um eine kleine Guerillaaktion handelt.

Auffallen um jeden Preis

Die Stimme, die die Radiozuhörer über die Lautsprecher wahrnehmen, ist die des Gründers der Firma, Willi Pfannenschwarz. Er hat eine sehr penetrante Stimme, die genau in diese Werbung passt. Doch nicht alle sind von Werbeaktion begeistert, während einige ihre Zustimmung aussprechen, musste sich das Unternehmen auch schon anderen Meinungen stellen. Bekloppt oder verrückt waren dabei noch die harmloseren Wörter, die auf Facebook gepostet wurden.

Das Unternehmen Erfurt & Sohn stören beide Reaktionen nicht, denn sie haben mit ihrem Spot genau das erreicht, was sie bezwecken wollten. Es wird über sie gesprochen. Das Unternehmen hat klar mitgeteilt, mit Absicht keine Namen oder Preise genannt zu haben. Zuerst sollen die Zuhörer aufmerksam gemacht werden, dann folgt die Auflösung. Dies ist dem Tapetenhersteller gelungen. Des Weiteren hat der Sprecher des Hauses mitgeteilt, sie würden weder die Werbung von Seitenbacher noch sich selbst ernst nehmen.

Am 9. März ist Schluss

Der heutigen Geschäftsführer, Martin Erfurt, ist der Initiator dieser Werbeaktion. Mit frechen und modernen Sprüchen soll auch die junge Generation angesprochen werden, um die Raufasertapete wieder moderner wirken lassen. Aber zunächst war diese Werbung eher für das Fachpublikum gedacht und so wird der Werbespot auf der, zurzeit in Köln stattfindenden Messe „ Farbe-Ausbau & Fassade“ gesendet. Auch bei 1Live und WDR2 kann der Spot stündlich gehört werden. Die Hoffnung des Unternehmens ist, Fachbesucher der Messe mit diesem einprägsamen und markanten Slogan neugierig zu machen und so die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
Abschließend noch ein Wort an diejenigen, die den Spot nicht mehr hören können oder wollen. Die Messe in Köln endet am 9. März und dann ist auch Schluss mit dieser Werbung. Das hat auch der Sprecher des Tapetenunternehmens, Jentzen, versprochen.

(Christian Weis)


 


 

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2 Kommentare

von Daniela
08.03.13 17:02 Uhr
Mit den Ohren sehen?

"...bei 1Live und WDR2 kann der Spot stündlich betrachtet werden" - also ich kann den da immer nur hören ;-)

von RE
08.03.13 17:19 Uhr
Vielen Dank für den Tipp

@Daniela: Vielen Dank für den Hinweis. Der Fehler wurde korrigiert.

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