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  • 29.03.2012, 14:09 Uhr
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  • Deutschland
Vermögen

Finanzielle Sicherheit statt hoher Rendite

Die Zeiten, in denen man wild spekuliert und einfach auf die bestmögliche Rendite hofft, scheinen ein Ende gefunden zu haben. Die Bundesbürger legen in diesen Tagen wieder hohen Wert auf Sicherheit, wenn sie ihr Vermögen anlegen.

In Zeiten, in denen der Dax-Kurs von einem täglichen Auf und Ab geprägt ist, Europa von Krisen unsicher gemacht wird und der Euro starken Wertschwankungen unterliegt, überlegen sich die Anleger besser zweimal, wo und vor allem wie sie ihr Vermögen anlegen.

Laut einer aktuellen Umfrage steht sogar für 60,9% der Anleger die Sicherheit an erster Stelle. Im Vergleich dazu: 2010, als die Wirtschafts- und Finanzkrise noch nicht in vollem Gange war, nannten lediglich 45% der Befragten die Sicherheit als wichtigsten Aspekt. Auch einen Geschlechterunterschied gibt es hier – Frauen zeigten sich in der Umfrage deutlich sicherheitsorientierter als ihre männlichen Anlegerkollegen. Flexibilität belegt in der Rangliste der Kriterien aktuell Platz 2 mit 21,8%, eine möglichst hohe Rendite befinden lediglich 8,5% als wichtigsten Punkt bei der Geldanlage. 2010 war diese Zahl noch beinah doppelt so hoch.

Passend zum neuen Sicherheitsbewusstsein der Deutschen erlebt das Sparbuch derzeit einen zweiten Frühling, ganze 47% der Bürger investieren ihr Geld hier, vor einem Jahr waren es noch 31%.

Krisensichere Geldanlagen

Viele Anleger, die weitere Euroschwankungen und dessen Instabilität fürchten, entscheiden sich dafür, ihr Geld in einer Fremdwährung anzulegen. Das ist jedoch taktisch gesehen nicht von großem Vorteil, da stets ein hohes Risiko bezüglich der Wechselkurse und deren Unregelmäßigkeiten besteht. So kann man das Vermögen zwar mit dem aktuellen Dollarkurs anlegen, dieser kann jedoch schon in wenigen Wochen in Schwankungen geraten und Kapitaldefizite verursachen. Viele Anleger setzen deshalb vermehrt auf Sachwerte, wie etwa Oldtimer, Briefmarken oder physische Edelmetalle. Auch Immobilien stehen sehr hoch im Kurs, wenn es darum geht, sinnvoll und nachhaltig Geld zu investieren. Vor Aktien schrecken die meisten derzeit zurück, spricht doch das Auf und Ab an der Börse nicht gerade für eine sehr hohe Sicherheit. Experten raten vor allem dazu, die Anlagen zu streuen und das Vermögen auf unterschiedliche Positionen zu verteilen. Bei der Kapitalverteilung darf dann – zumindest anteilig – auch eine Anlage in einer fremden Währung ins Auge gefasst werden.

(Redaktion)


 


 

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