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Windows 10 – Lohnt es sich für Unternehmen?

Nach den neuesten Prognosen entwickelt sich Windows 10 zumindestens für alle privaten Anwender zu einem echten Erfolg. Da ist es an der Zeit, auch aus unternehmerischer Perspektive die analysierende Lupe anzusetzen und der Software einen intensiven Praxistest zu unterziehen. Für viele IT-Abteilungen ist es zwingend notwendig, ihre Desktopsysteme auf Windows 10 umzustellen. Angesichts des auslaufenden Supports für Windows 7 besteht Handlungsbedarf, wenn es nicht zu weitreichenden Problemen kommen soll. Doch welche der verfügbaren Versionen ist für das Unternehmen eigentlich das Richtige?

Der Umstieg auf Windows 10 im Unternehmen - Risiko oder Chance?

Der Umstieg auf neue Betriebssysteme in Unternehmen ist immer risikoreich und bedarf einer Analyse der eingesetzten Software sowie gewissenhafter Testläufe. Fast ein Jahr nach dem Windows 10 Release steht für viele IT-Abteilungen fest: Windows 10 ist ein würdiger Nachfolger für Windows 7 und Windows 8.
Das meint auch Lars Heymeier, Geschäftsführer des Hamburgers Systemhaus SENTINEL: „Windows 10 wird sich mittelfristig im Business-Bereiche zum Markführer entwickeln. Treiberprobleme und Systemfehler wurden von Microsoft konsequent behoben und die angepasste Benutzeroberfläche bietet einen guten Kompromiss zwischen den anfänglichen Windows 8 Kacheln und dem gewohnten Windows 7 Startmenü. Eine Produktivitätsminderung ist nach der Eingewöhnungsphase auch bei technisch nicht versierten Anwendern nicht mehr zu erwarten. Wir erleichtern den Endanwendern unserer Kunden den Start derzeit noch mit separaten Desktop-Verknüpfungen, sind aber zuversichtlich auf diese im nächsten Geschäftsjahr aufgrund der fortschreitenden Verbreitung verzichten zu können.“

Diese Windows 10 Versionen stehen zur Verfügung

Windows 10 bietet wie viele seiner Vorgänger verschiedene Versionen, um abweichenden Anforderungen gerecht werden zu können. Obendrein ist eine mobile Enterprise Version insbesondere für Smartphones und mobile Endgeräte gedacht. Hier die unterschiedlichen Windows 10 Versionen auf einen Blick:

  • Windows 10 für private Anwender, ohne den gewohnten Home Zusatz,
  • Windows 10 Professional,
  • Windows 10 Education für Studenten, Bildungseinrichtungen und Lehrer,
  • Windows 10 Enterprise und
  • Windows 10 Enterprise LTSB.

Für die kleinen und mittelständischen Unternehmen ist es ratsam, zur Professional Version zu wechseln, wenn sie auch beim Vorgänger bereits auf die Pro Version gesetzt haben. Ein direktes Update stellt keinerlei Probleme dar. Zudem findet jeder IT-Verantwortliche den Großteil aller Funktionen, die für ein professionelles Netzwerk benötigt werden.

In diesem Zusammenhang sind der Einsatz der Remote-Desktop-Verbindungen und ein unproblematischer Zugriff auf den Business-Store exklusiv für alle Unternehmen besonders wichtig. Kauft ein Unternehmen beispielsweise eine App, kann diese beliebig an alle Mitarbeiter verteilt werden. Obendrein ist es möglich, System-Festplatten und Laufwerke über BitLocker nach außen abzuschirmen und zu verschlüsseln.

Was leisten die neuen Features von Windows 10?

Unternehmern, die auf Erweiterungen wie zum Beispiel Applocker, BranchCache oder DirectAccess nicht verzichten möchten und portable Systeme auf dem USB Stick erstellen, denen ist die Enterprise Version zu empfehlen. Hier ergeben sich im Vergleich zum Vorgänger weitreichende Änderungen und Verbesserungen in der Sicherheit und im Management.

  1. Device Guard: Diese Anwendung stellt eine Kombination aus Software und Hardware dar. Dank einer zusätzlichen Schutzschicht, die das gesamte Betriebssystem umgibt, können schadhafte Programme konsequenter abgewehrt werden.
  2. Microsoft Passport for Enterprise: Über dieses Feature kann sich jeder Business-Nutzer auch ohne Passwort in Netzwerken und Anwendungen anmelden.
  3. Enterprise Data Protection: Diese Technologie schützt Microsoft die geschäftlichen und persönlichen Daten an jedem Ort und zu jeder Zeit.

Windows 10 und die Systemanforderungen

Auch im Hinblick an die Systemanforderungen fallen keine entscheidenden Fallstricke auf. So sollte ein Hauptspeicher mit 1 GB bei 32 Bit vorhanden sein. In Bezug auf die Grafikkarte veranschlagt das Betriebssystem mindestens eine DirectX 9-Unterstützung bei einer Mindestauflösung von 800 × 600 Pixeln. Es handelt sich hier lediglich um Minimalwerte, sodass Windows 10 auch mit älteren Systemen reibungsfrei läuft. Selbst älteste Bildschirme erfüllen die minimalen Bedingungen und haben mit dem neuen Betriebssystem keine Probleme.

Für alle Profis ist vor allen Dingen die LTSB-Version interessant. Hinter dieser Abkürzung steckt die „Long Term Servicing Version“, die in den sicherheitskritischen Bereichen entscheidende Verbesserungen erzielt hat. Die Firma und der Administrator erhalten für ein System den umfangreichen Enterprise Support, der natürlich alle dazukommenden Updates beinhaltet. So behält die IT-Administration zu jeder Zeit die volle Kontrolle über alle Features und Updates.

Windows 10 – praktische Updates und neue Techniken

Das „Update for Business“ ist eines der Features, die häufigere und unproblematischere Updates abwickeln soll. Die spezifischen Einstellungsmöglichkeiten treffen das Interesse kleinerer Unternehmen, die für Updates und deren Bereitstellung selbst keine Server anbieten.

Weitere, neue Techniken fasst Microsoft unter dem Sammelbegriff „Windows Hello“ zusammen. Hier stellt sich jedoch eine Voraussetzung an die Hardware. Windows 10 kann zum Beispiel einen Fingerabdrucksensor integrieren sowie eine Kamera für die Gesichtserkennung. So haben Nutzer die Möglichkeit, mit einem einfachen Blick in die Kamera oder über den Fingerabdruck sich bei Windows anzumelden – vorausgesetzt Sie verfügen über die entsprechende Hardware.

Support und Sicherheit bei Windows 10

Außerdem wird es Firmenkunden freuen, dass Microsoft offiziell von einem zehnjährigen andauernden Support veranschlagt. Dies schlägt sich auch auf einen weitreichenden Investitionsschutz nieder. Eine Aktualisierung ist möglich, ohne dabei eine komplette Neuinstallation in Gang zu setzen. Gerade für Unternehmen erleichtert dies die Bereitstellung der neuen Programme. Es ist den Administratoren weiterhin gestattet, über die Richtlinien neue Funktionen auf einzelnen Rechnern zu erlauben oder zu sperren. Hier macht eine frühzeitig organisierte, zentrale Verwaltung wirklichen Sinn.

Pluspunkte – verbesserte Bedienung und Übersichtlichkeit

Microsoft spendiert in seiner neuesten Version eine Task-Leiste, die im Startmenü integriert ist. Das soll nicht nur die Navigation erleichtern, sondern auch die Übersicht über die Programme und die Anwendungen verbessern. Schlussendlich muss sich kein Administrator mit der neuen Version umgewöhnen, da auch die grundlegenden Gruppenrichtlinien, die Pakete und Skripte identisch sind. Sie bieten im Detail nur mehr Möglichkeiten.

Microsoft knüpft an eine effizientere Bedienung der Windows 8.1 Version an. Auf diese Weise soll das Betriebssystem auch auf Industriecomputern problemlos laufen. Ob in Besprechungsräumen oder in der Fertigung von speziellen Geräten: Microsoft hat sich über eine bedienungsfreundliche Plattform auf unterschiedlichste Bedürfnisse der Unternehmen eingestellt.

Gute Nachrichten: Die Windows Apps können ab sofort in ihrer Größe angepasst werden. Darüber hinaus integriert das System die virtuellen Desktops. So lassen sich die Programme beliebig auf den unterschiedlichen Bildschirmen verteilen und Daten frei austauschen. Ab sofort wird es möglich sein, die Anwendungen beliebig auf den virtuellen Desktops zu verschieben. So kann ein Anwender in so vielen geöffneten Programmen wie gewünscht arbeiten.

Intuitive Nutzung optimiert Arbeitsabläufe

Auf den ersten Blick fällt dem geübten Auge auf, dass die Anwendungen und deren Anordnung enorm verbessert wurden. So macht das Betriebssystem jedem Nutzer Vorschläge, wie sich die Programme effizienter anordnen lassen. Insbesondere für Business Anwender interessant: Bis zu vier Anwendungen lassen sich per Snap direkt an den Monitor pinnen, was bei großen Monitoren die Übersichtlichkeit auf ein neues Level erhebt.

Windows 10 bietet auch für Unternehmen reichhaltige Optionen, die eigenen Arbeitsabläufe zu optimieren. Eine kompakte Übersichtlichkeit und eine zeitgemäße, intuitive Bedienung sowie ein hoher Sicherheitsstandard stellen die grundlegenden Qualitätskriterien der neuesten Version dar. Die Neuinstallation bzw. das Update stellen kein einschneidendes Problem dar, sodass jedes Unternehmen reibungsfrei in die neuen Arbeitsabläufe startet.

(Redaktion)


 


 

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