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Die 10 besten Steuertipps für Unternehmer

1. Reisekosten von Geschäftsreisen richtig abrechnen

Egal, ob im Ausland oder lediglich einen Kurztrip in Deutschland – Reisekosten entstehen bei jedem professionellen Unternehmen über kurz oder lang. Gerade im Bereich Vertrieb und Sales werden oft hohe Kosten veranschlagt. Als Unternehmer ist es vor allem wichtig, alle entstehenden Reisekosten genau dokumentiert zu haben. Ein vollständiger Abzug als Betriebsausgabe ist dabei allerdings nicht möglich. Folgende Aspekte sollten bei der Berechnung einbezogen werden:

  • Verpflegung. Dabei dürfen nie die tatsächlichen Beträge geltend gemacht werden, sondern eine feste Pauschale. Jeder Tag ist dabei einzeln abzurechnen. Aktuell gibt es noch drei Pauschalen, ab 2014 sind es nur noch zwei. Ein ganzer Tag wird mit 24 Euro berechnet, ein Aufenthalt zwischen 8 und 24 h mit 12 Euro.
  • Übernachtung. Tatsächliche Kosten können hier als Betriebsausgabe abgezogen werden, insofern die entsprechenden Belege vorliegen. Für die Ausgaben gilt ein ermäßigter Umsatzsteuersatz von 7 %. Kosten für die jeweiligen Mahlzeiten vor Ort sind separat abzurechnen.
  • Fahrtkosten. Geprüft werden muss, ob der Kunde, bzw. der Grund für den Ausflug, die jeweiligen Kosten erstattet und trägt. In Deutschland gibt es eine entsprechende Fahrtkostenpauschale, welche sich auch an internationalen Richtwerten orientiert und dabei 30 Cent pro gefahrenem Kilometer beträgt. Die Kosten lassen sich absetzen. Auch ein ganzer Leihwagen lässt sich als Betriebsausgabe absetzen, insofern deutlich wird, dass sein Erwerb für die mehrtägige Reise günstiger ist und notwendig.

Man darf dabei die Vorsteuer aus den realen Kosten für Verpflegung und Übernachtung ansetzen, insofern eine Rechnung erhalten wird, welche den Umsatzsteuerbetrag erhält. Das gilt allerdings nur für Rechnungen über 150 Euro.

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Die 10 besten Steuertipps für Unternehmer
Tipp 1. Reisekosten von Geschäftsreisen richtig abrechnen
Tipp 2. Der Dienstwagen muss gut abgerechnet werden
Tipp 3. Unternehmer sollten die Gewinne für sich arbeiten lassen
Tipp 4. Keine Angst vor Investitionen
Tipp 5. Das Gründen einer stillen Gesellschaft
Tipp 6. Steuervorauszahlungen gründlich prüfen
Tipp 7. Bewusst schenken
Tipp 8. Kleinunternehmer oder nicht?
Tipp 9. Sonderausgaben sollten geltend gemacht werden
Tipp 10. Auch soziale Netzwerke
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Relativ neu ist die Tatsache, dass Unternehmer bestimmte „gemischte Aufwendungen“ ebenfalls als Betriebsausgaben abziehen können. Dabei handelt es sich um Reisen, welche sowohl zu privaten, als auch beruflichen Zwecken unternommen werden. Ein entsprechendes Urteil erlaubt, dass die Kosten nach dem Verhältnis bei der Steuer abgezogen werden. Wer also nach einem Betriebsausflug noch privat ein paar Tage dran hängt, kann zumindest den Teil der Reise, welcher geschäftlich konzipiert ist, bei der Steuer geltend machen. Wichtig ist hier die explizite Trennung der Kosten.

2. Der Dienstwagen muss gut abgerechnet werden

Die richtige Nutzung und steuerliche Absetzung eines Dienstwagens ist seit Jahren ein beliebtes Streitthema. Wichtig für jeden Unternehmer ist es dabei, bereits im Vorfeld Nutzungsverhalten und Kostenabrechnung mit dem Arbeitnehmer vertraglich zu regeln. Sobald der Wagen mehrheitlich bzw. ausschließlich betrieblich genutzt wird, sollte er über die Firmenadresse gekauft werden. Wenn er dem Unternehmen vollständig gehört, kann er auch komplett unter den Betriebskosten abgesetzt werden. Dazu zählen Anschaffungskosten, laufende Kosten wie Sprit oder Kfz-Steuer sowie gegebenenfalls Finanzierungskosten. Dies verringert allerdings am Ende den Gewinn des Unternehmens.

Erst bei einer betrieblichen Nutzung unter 10 % kann der Wagen nicht mehr im Betriebsvermögen aufgenommen werden. Dabei kann das Unternehmen zwischen zwei Optionen wählen.

  • Fahrtenbuch . Diese genaue Dokumentation aller privaten Fahrten lohnt sich vor allem dann, wenn nur recht wenig private Strecken zurückgelegt werden. Der Prozentanteil der entstandenen Kosten wird dann auf die tatsächlichen Kosten angerechnet, es entsteht wieder Gewinn für das Unternehmen.
  • Eine zweite Option ist die sogenannte „-1%-Regelung.“ Hierbei wird ein Prozent des Bruttolistenpreises pro Monat als Privatanteil abgesetzt. Dieser Listenpreis wird stets für einem Neuwagen angesetzt.

Unternehmer haben dann die Möglichkeit, über die „-1%-“-Regelung Kosten sparen. So kann ein recht altes Fahrzeug gekauft werden, dessen Abschreibungsvolumen bereits recht aufgebraucht ist. Das senkt dauerhaft die Kosten, insofern man es zu einem großen Teil über die Privatabgaben des Kunden laufen lässt.


 


 

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