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Soziales/Prostitution

Abgeordnete: Flatrate-Bordelle verbieten!

Mehrere Abgeordnete des baden-württembergischen Landtags wollen gegen sogenannte Flatrate-Bordelle vorgehen. Der Fellbacher Oberbürgermeister und Landtagsabgeordnete Christoph Palm (CDU) regte am Freitag im Radiosender SWR4 eine Bundesratsinitiative zur Änderung des Prostituiertengesetzes und des Strafgesetzbuches an. Die SPD-Abgeordnete Katrin Altpeter unterstützte den Vorstoß. «Das Land muss schnellstens einschreiten, um diese menschenunwürdigen Einrichtungen zu verbieten», forderte die Politikerin.

In Fellbach bei Stuttgart eröffnete vor wenigen Wochen ein Bordell, das mit einer «Sex-Flatrate» für sich wirbt. Der Freier kann demnach bei einem Besuch des Clubs je nach Tageszeit einen festen Preis von 70 oder 100 Euro zahlen und dann beliebig oft die Dienste der Prostituierten in Anspruch nehmen. Solche Bordelle soll es auch in Heidelberg und in zwei anderen Bundesländern geben.

Palm kündigte an, gemeinsam mit Landesinnenminister Heribert Rech (CDU) gegen solche Bordelle vorgehen zu wollen. Die Gesetzeslücke müsse geschlossen werden, forderte der Oberbürgermeister. Als Abgeordneter will er nun zunächst eine kleine Anfrage an die Landesregierung stellen. Er sprach von einem eklatanten Verstoß gegen die Menschenwürde.

Altpeter bezeichnete Flatrate-Bordelle als «menschenunwürdig und abscheulich». Sie seien nichts anderes als «eine moderne Form der Sklaverei», fügte die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende hinzu. Sie sicherte Palm «jede Unterstützung» zu und forderte alle Parteien des Landtags auf, sich ebenfalls für ein Verbot solcher Einrichtungen einzusetzen.

(Redaktion)


 


 

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